1. 24vita
  2. Verbraucher

E-Zigaretten: Neue Studienergebnisse widersprechen einer verbreiteten Ansicht

Erstellt:

Von: Kristina Wagenlehner

Kommentare

Ein junger Mann raucht E-Zigarette. Es qualmt stark. (Symbolbild)
Helfen E-Zigaretten, um mit dem Rauchen aufzuhören? Die Studienlage ist umstritten. (Symbolbild) © Tomas Anderson/Imago

Endlich mit dem Rauchen aufhören. Viele wollen das schaffen, indem sie zunächst auf E-Zigaretten umsteigen. Wie erfolgreich ist das?

San Diego – In den USA untersuchten Forscher in einer Langzeitstudie, ob Raucher mithilfe von E-Zigaretten besser mit dem Rauchen aufhören konnten. Das Ergebnis wird wohl viele enttäuschen. Die Studie widerspricht der verbreiteten Ansicht, dass E-Zigaretten Rauchern helfen, auf Dauer zum Nichtraucher zu werden. Denn die E-Raucher wurden im folgenden Jahr häufiger rückfällig als Personen, die den Rauchstopp ohne Ersatzdroge unternahmen.

Neue Studie zu E-Zigaretten: Ergebnisse widersprechen verbreiteter Ansicht

Die „Population Assessment of Tobacco and Health“ (PATH)-Studie untersuchte im Auftrag der National Institutes of Health und der Food and Drug Administration (FDA) der USA, wie sich das Tabakrauchen auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirkt. Die Forschungsergebnisse der Studie zu den E-Zigaretten wurden im Jama Network Open veröffentlicht.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Zunächst untersuchten die Wissenschaftler der PATH-Studie, wie erfolgreich Rauchstopps insgesamt sind. Dazu wurden 13.604 Raucher über den Zeitraum von zwei Jahren nach den Veränderungen ihres Rauchverhaltens befragt. Nach einem Jahr hatten 9,4 Prozent der Befragten angegeben, mit dem Rauchen aufgehört zu haben: Ein Jahr später hatten von den ehemaligen Nichtrauchern wieder 37 Prozent mit dem Rauchen angefangen. (Studie lüftet Rätsel: Darum erkranken Raucher seltener an Corona*)

Neue Studie zu E-Zigaretten: Kalter Entzug sei am besten

Ein Team um John Pierce vom Moores Cancer Center in San Diego wollte nun wissen, ob Raucher erfolgreicher sind, wenn sie zunächst auf E-Zigaretten umsteigen. Die kurze Antwort: Nein, waren sie nicht.

41,6 Prozent der Probanden, die auf E-Zigaretten umgestiegen sind, waren nach einem Jahr Nichtraucher. Bei jenen, die völlig auf Tabakprodukte verzichtet hatten, waren es rund die Hälfte. Laut „Ärztezeitung“ bedeutet das, dass ein „kalter“ Rauchentzug möglicherweise der bessere Weg ist, um vom Rauchen loszukommen. Shisha-Rauchen ist übrigens genauso schädlich wie die Zigarette. Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Fall: Sogar noch nach der Diagnose Lungenkrebs.

Neue Studie zu E-Zigaretten: Studienlage umstritten

Die Studienlage zum Nutzen von E-Zigaretten ist nicht eindeutig und umstritten. Eine Analyse der Cochrane Collaboratio ergab: Der Wechsel auf E-Zigaretten kann die Chance, rauchfrei zu werden und zu bleiben, erhöhen. Vor allem in Kombination mit psychologischer Beratung.

Letztendlich ist es egal, was bei einem selbst funktioniert. Hauptsache, es gelingt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare