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Elon Musk will Mikrochip in das menschliche Gehirn pflanzen

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Von: Jasmin Pospiech

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Elon Musk gilt als umstrittener Pionier. Neben der E-Mobilität will er nun die Neurotechnologie revolutionieren und unser Gehirn zum Minicomputer machen.

Austin (Texas) – Er gilt als exzentrisch, umstritten und genial: Elon Musk (50) sorgt seit einigen Jahren weltweit mit seinen eigenwilligen Ideen und Projekten für großes Aufsehen. Mit Tesla hat er die E-Mobilität salonfähig gemacht, nun erobert er mit seinem Luftfahrtunternehmen „Space X“ auch den Weltraum. Doch das ist dem gebürtigen Südafrikaner noch nicht genug: Nun will Musk auch die Neurotechnologie auf den Kopf stellen. Dazu hat er bereits im Juli 2016 das Unternehmen „Neuralink“ mitgegründet.

Elon Musk will Mikrochip in das menschliche Gehirn pflanzen

Ziel ist es, ein Gerät zu entwickeln, dass die Kommunikation zwischen dem menschlichen Gehirn und Computern vereinfacht. Konkret hat das Unternehmen einen Mikrochip entwickelt, um das menschliche Gehirn zu optimieren. Das soll folgendermaßen funktionieren: Mikroskopisch kleine Roboter (sogenannte „Nanobots“) werden in den Körper injiziert und wandern über die Blutbahn ins Gehirn und machen ihn so zu einer Art Supermensch.

Elon Musk (Symbolbild)
Elon Musk will Menschen und Computer stärker verbinden. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Die Nanobots erstellen schließlich in der Großhirnrinde ein Netz aus neuronalem Gewebe und Elektroden. Dadurch soll eine Schnittstelle entstehen, welche uns mit den rechnerischen Fähigkeiten eines Computers ausstattet. Letztere braucht es dann nicht mehr, weil wir alle Daten dann selbst im Kopf haben. Mit der Folge, dass man sich drahtlos bzw. telepathisch mit dem Internet oder anderen Menschen, die ebenfalls über dieses Gehirn-Implantat verfügen, vernetzen kann.

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Elon Musk will über Gehirnchip Gelähmten helfen

Erste Tierversuche sollen bereits vielversprechend verlaufen sein. Demnach hat Neuralink bereits vergangenes Frühjahr ein Video veröffentlicht, das einen Affen zeigt, der mit einem Mikrochip im Gehirn ein Videospiel steuert. Laut Neuralink soll er das allein mit seinen Gedanken geschafft haben.

Damals hat Musk auch bei Twitter groß angekündigt, dass mithilfe des Chips Gelähmte mit schweren Rückenmarksverletzungen in der Lage sein werden, ein Smartphone mit ihren Gedanken zu steuern. Und zwar schneller als jemand, der es mit seinen Händen bedient.

Nun hat Elon Musk erste Tests an Menschen angekündigt. Die „Neuralink-Technologie“ soll dabei vor allem Hirnschlagpatienten und Menschen mit Gedächtnisproblemen helfen. Dazu sucht die US-Firma mithilfe einer Stellenanzeige einen Leiter für klinische Studien, berichtet die britische Tageszeitung „The Guardian“. Wie es scheint, könnte Musks Traum, die Verschmelzung von Mensch und Maschine, bald in greifbare Nähe rücken. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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