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Trotz Erfolg mit Burger-Diät: Ex-Chef von McDonald’s will nie wieder dort essen

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Von: Jennifer Köllen

Ein Cheeseburger mit Pommes und Cola. (Symbolbild)
Mit Fast Food abnehmen? Das geht! (Symbolbild) © Aviation-Stock/Imago

Ein Ex-Chef von McDonald’s hat mit Pommes und Burgern 10 Kilo abgenommen. „Nicht hingehen“, lautet dennoch sein Appell. Denn: „Fast Food ist Kindesmisshandlung!“

Wien – Nicht nur Kinder lieben McDonald‘s. Auch uns Erwachsenen schmeckt ein Burger mit Pommes. Obwohl wir eigentlich wissen, dass es nicht gesund ist. Genau das prangert auch Harald Sükar an. Und das, oder gerade weil er 13 Jahre für den größten Fast-Food Konzern der Welt gearbeitet hat. Gerne, wie er immer wieder betont. Trotzdem attackiert der Ex-Chef von McDonald’s-Österreich heute seinen ehemaligen Arbeitgeber – mit scharfen Worten.

Ex-Chef von McDonald‘s: „Fast Food ist Kindesmisshandlung.“

„Fast Food ist Kindesmisshandlung“, sagt Sükar in einem Interview mit dem Spiegel. Er würde heute niemals mit ihnen in ein Fast-Food-Restaurant gehen, auch nicht ausnahmsweise. Der Grund: Ein Menu aus Big Mac, mittlerer Portion Pommes, 0,4 Liter Cola und Eis zum Nachtisch enthalte 119 Gramm Zucker, Ketchup nicht mit eingerechnet. Die Weltgesundheitsorganisation empfehle für Kinder und Jugendliche maximal 25 Gramm pro Tag. Mit nur einer Mahlzeit hätte ein Kind den Zuckerbedarf von fast fünf Tagen gedeckt. Das könne nicht gesund sein.

Eine Zuckersteuer wie in Großbritannien fände er gut, weil ungesundes Essen dann teurer würde. Es könnten sich viele Eltern nicht mehr (so oft) leisten. Auf die Eltern kommt es seiner Meinung nach an. „Kinder können sich nicht wehren, wenn Erwachsene sie in Fast-Food-Restaurants schleppen. Auf sie wirken Zucker und Fett wie ein Rauschmittel, von dem sie abhängig werden. Ein Bekannter hat mir erzählt, dass er mit seinem dreijährigen Sohn vor Kurzem das erste Mal bei McDonald‘s war. Seitdem schreit der Kleine jedes Mal nach Pommes, wenn sie an einer Filiale vorbeifahren“, so Sükar.

Er selbst habe nichts gegen McDonald‘s, im Gegenteil. Es sei ein effizientes Unternehmen. „Ich würde mir aber wünschen, dass diese Effizienz genutzt wird, um den Menschen Gutes zu tun, sie mit gesundem Essen zu versorgen.“

Ex-Chef von McDonald‘s: Mit gesundem Fast Food 10 Kilo in 6 Wochen abgenommen

Sükar selbst hat selbst viele Jahre lang mit Leidenschaft Fast Food bei McDonald’s gegessen, wog noch 2017 111 Kilo bei einer Körpergröße von 1,77. „Es ging mir nicht gut und ich fragte mich, wie es dazu kommen konnte.“ Er fing an, Studien über gesunde und ungesunde Ernährung zu lesen. Und war schockiert darüber, was er so lange Zeit gegessen hatte. Sükar stellte seine Essgewohnheiten um, nahm radikal ab. Und das, obwohl er weiterhin sein geliebtes Fast Food aß.

Mit einem Unterschied: Er kochte es selbst, und mit viel gesünderen Zutaten, ohne schlechte Fette und Zucker. Außerdem gab es noch weitere Regeln: 4 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten, eine halbe Stunde vor jedem Essen 0,3 Liter Wasser trinken, jeden Tag 10.000 Schritte gehen. So nahm er ganze 10 Kilo in sechs Wochen ab, trotz Pommes, Burger und Pizza, schreibt Sükar in seinem Buch „Fast Food Diät“.

Bei der „Fast-Food-Diät“ werden hochwertige, gesunde Zutaten verwendet:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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