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Durchhalten in der Fastenzeit: Diese 6 Tipps erleichtern den Verzicht bis Ostern

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Von: Christine Pander

Eine Frau in Jeans und gelbem Pulli macht einen Luftsprung mit Händen oben und freut sich
Ziel erreicht: Wer in der Fastenzeit durchhält, kann sich freuen © Jose Carlos/imago-images

Wer kennt das nicht: Die Vorsätze sind gut, die Motivation ist da. Und dann übernimmt er doch, der innere Schweinehund. Was Sie tun können, um ihn rechtzeitig in die Flucht zu schlagen und die Fastenzeit durchzuhalten.

Hamburg – Die Neujahrsvorsätze haben wir vermutlich alle nicht zu 100 Prozent eingehalten, schon sind wir wieder mitten in der Fastenzeit und wollen eventuell erneut Verzicht üben. Ob abnehmen, keinen Alkohol trinken, plastikfrei leben oder Online-Detox: Inzwischen geht es in der Fastenzeit nicht mehr nur um den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, sondern um die Abstinenz an sich. Auf Dinge, die im Alltag sehr wichtig geworden sind.

Und weil diese Dinge im Leben eine gewisse Relevanz haben, fällt der Verzicht besonders schwer. Wichtig ist daher, nicht über Nacht schlank, sportlich und Nichtraucher werden zu wollen. Sondern ein Hauptziel mit realistischen Erwartungen zu formulieren. Wer plant, auf Zucker, Fleisch und Kohlenhydrate gleichzeitig zu verzichten, wird vermutlich scheitern.

Durchhalten in der Fastenzeit: Positiv Denken allein reicht nicht

Reicht es dann aber aus, ausreichend motiviert zu sein? Leider nein: Die Psychologin Prof. Gabriele Oettingen lehrt seit 2 Jahrzehnten an der Universität Hamburg sowie an der New York University zum Thema Motivation. In einer Studie mit 23 adipösen Frauen untersuchte sie, welche Gedanken eine Diät erfolgreich machen. Ob es alleine mit positivem Denken funktioniert? Die Professorin belegt das Gegenteil.

Frauen, die sich in ihrer Erhebung vorgestellt hatten, dass sie bald rank und schlank sein würden, hatten am Ende zwölf Kilo weniger abgenommen als diejenigen aus der Vergleichsgruppe, die vom Sündigen während des Hungerns geträumt hatten. „Damit der Traum Wirklichkeit wird, braucht es eine realistische Betrachtungsweise. Neben dem Ziel und den schönen Gefühlen, die man bei Erfolg haben würde, solle man sich daher auch immer die Hürden und Fallstricke überlegen“, rät Oettingen. Der von ihr entwickelte Fachbegriff dazu lautet: „mentales Kontrastieren“.

Diese 6 Tipps und Tricks können helfen, die Fastenzeit durchzuhalten:

Was passiert aber eigentlich im Gehirn, wenn wir versuchen, den Schweinehund zu zähmen? Wissenschaftler haben das erforscht: Wer sein Ziel erreicht, egal in welcher Form der Abstinenz, überlistet das limbische System im Gehirn. Von Psychologen wird es das „heiße System“ genannt.

Dieses heiße System ist schuld an Begierde, Verlangen oder Appetit. Es ist sehr mächtig und die Ursache dafür, wenn die guten Vorsätze nicht fruchten. Wer sein Ziel erreicht, verdankt das wiederum dem kalten System: Es hilft uns, Vor- und Nachteile abzuwägen und Pläne zu schmieden.*merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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