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FFP2-Masken: Tipps zum Wiederverwenden und Aufbewahren der Schutzmasken

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Von: Laura Knops

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Zum Schutz gegen das Coronavirus muss in den meisten öffentlichen Bereichen eine FFP2-Maske getragen werden. Was Sie bei der Aufbewahrung und Wiederverwendung der Masken beachten sollten, erfahren Sie hier.

Langenhagen – Obwohl in jedem Bundesland andere Regeln zum Tragen eines Mund-und-Nasenschutzes gelten, sind in den meisten öffentlichen Bereichen medizinische oder FFP2-Masken mittlerweile Pflicht. Diese schützen nicht nur andere besser vor einer Ansteckung mit den Viren, sondern auch den Träger selbst. Allerdings müssen die Schutzmasken dafür korrekt getragen, sorgfältig aufbewahrt und regelmäßig gewechselt werden. Unter welchen Umständen Sie FFP2-Masken wiederverwenden können und was Sie bei der Reinigung und Aufbewahrung beachten sollten, erfahren Sie hier.

FFP2-Masken: Tipps zum Wiederverwenden und Aufbewahren der Schutzmasken

FFP2-Masken sind Einwegmasken. Wer seine FFP2-Maske jedoch nur für kurze Zeit aufsetzt, muss diese nicht gleich entsorgen. Denn die Masken lassen sich nach einmaligem Tragen - insofern sie nicht länger als acht Stunden in Gebrauch sind - wiederverwenden. Allerdings nur, wenn Verbraucher die speziellen Schutzmasken sorgfältig aufbewahren und desinfizieren.

Eigentlich sind FFP2-Masken Einwegprodukte, die höchstens 8 Stunden am Stück getragen werden sollen. Bei richtiger Anwendung lassen sie sich im Privatgebrauch aber auch mehrmals verwenden“, erklärt Professor Adrian Gillissen, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung und Direktor der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie von der Ermstalklinik Reutlingen-Bad Urach in einer Pressemitteilung.

FFP2-Masken: Zwei Desinfektionsverfahren stehen zur Auswahl

Verbraucher sollten allerdings beachten, dass aus hygienischen Gründen nur eine personenbezogene Wiederverwendung sinnvoll ist. Da nach Angaben der Lungenärzte im Netz „jeder Maskenträger Erreger der eignen Nasen-, Rachen- und Hautflora in der Maske hinterlässt“. Diese Viren und Bakterien sind für den Träger selbst nicht gefährlich, können aber der Gesundheit anderer schaden.

Laut der Deutschen Lungenstiftung stehen zwei Desinfektionsverfahren zur Auswahl, mit denen sich die Corona-Viren vollständig bekämpfen lassen, ohne die Filterleistung der Maske zu beeinträchtigen: Entweder lassen Sie die Schutzmasken 7-Tage bei Raumluft oder nur eine Stunde bei 80 Grad Celsius im Backofen trocknen.

FFP2-Masken: 7-Tage-Trocknen bei Raumluft

Da sich nach dem Tragen der FFP2-Masken Coronaviren auf der Oberfläche befinden können, sollte der Mund-Nasen-Schutz nach einmaligem Gebrauch sorgfältig desinfiziert werden. Lässt man die Masken sieben Tage bei Raumluft trocknen, minimiert sich das Infektionsrisiko bereits um 95 Prozent. Erst danach kann man den Mundschutz wieder unbesorgt tragen. Insgesamt sollte dieser Zyklus jedoch nur rund fünf Mal wiederholt werden. Danach sollten die Masken besser entsorgt werden.

FFP2-Masken: 1 Stunde bei 80 Grad trocknen

Wer die FFP2-Masken umgehend wieder tragen möchte, kann sie auch im Backofen erhitzen. Legt man den Mund-Nasen-Schutz bei 80 Grad für eine Stunde in den Ofen, haben Viren keine Chance mehr.

Aber: „Messungen des Forscherteams zufolge kann die tatsächliche Temperatur eines Backofens stark schwanken. Die Temperatur sollte aber genau 80 Grad Celsius betragen. Denn bei weniger als 70 Grad Celsius kann SARS-CoV-2 infektiös bleiben. Und bei über 105 Grad Celsius können die Maske und ihre Filterleistung beschädigt werden“, erklärt Professor Adrian Gillissen.

Ungeeignet ist das Verfahren allerdings für formstabile FFP2-Masken und Masken mit Atemventil. Zudem kann die Zugkraft der Haltebänder in der Hitze abnehmen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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