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Fleischkonsum: Deutsche verzichten immer mehr darauf

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Von: Judith Braun

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Entgegen dem weltweiten Trend schränken Deutsche ihren Fleischverzehr immer mehr ein. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Bonn – Der Verzicht auf Fleisch war lange Zeit für viele Menschen gänzlich unvorstellbar. Zu einer Mahlzeit gehörte das eiweishaltige Tierprodukt wie selbstverständlich dazu. Und so ist es auch heute noch in vielen Teilen der Welt. Während weltweit die Nachfrage nach Fleisch sogar zunimmt, essen Deutsche hingegen immer weniger davon, wie aktuelle Zahlen zeigen. Besonders der Konsum von Schweinefleisch ist rückläufig.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Fleischkonsum: Deutsche verzichten immer mehr darauf

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) verzeichnete hinsichtlich Fleischverzehr ein Rekordtief in Deutschland 2021. Der Pro-Kopf-Verzehr sank somit im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Kilogramm auf 55 Kilogramm und erreichte den niedrigsten Wert seit dem Beginn der Berechnungen im Jahr 1989. Diese Tendenz zeigte sich auch schon in den vergangenen Jahren.

Fleischverzehr in Deutschland: Konsum von Schweinefleisch am rückläufigsten

Besonders rückläufig fiel der Konsum von Schweinefleisch aus. Dieser sank 2021 um 1,2 Kilogramm im Vergleich zum Vorjahr auf 31 Kilogramm pro Kopf. Auch bei Rind- und Kalbfleisch schränkten sich die Deutschen ein und verzehrten im vergangenen Jahr 9,4 Kilogramm pro Kopf und damit 600 Gramm weniger als noch 2020. Bei Geflügelfleisch waren es 200 Gramm weniger. Neben dem Verzehr ging auch die Fleischproduktion zurück. Sie reduzierte sich um 2,4 Prozent zum Vorjahr und lag bei einem Schlachtgewicht von 8,3 Millionen Tonnen.

Ein Stück als Steak zubereitetes Fleisch. (Symbolbild)
Fleisch gehört nicht mehr auf alle Teller: In Deutschland verzichten immer mehr darauf. (Symbolbild) © bannerx/IMAGO

Deutsche reduzieren Fleischkonsum: Gründe für Trend sind vielfältig

Die Gründe für diesen Trend sind nach Angaben der BLE vielfältig. Unter den Deutschen gibt es immer mehr Tendenzen, weg vom Fleischkonsum hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung. Das zeigt sich insbesondere bei jüngeren Generationen. Laut der „Deutschen Handwerkszeitung“ wurden bei einer Studie 15- bis 29-Jährige befragt. Knapp 13 Prozent von ihnen ernähren sich demnach vegetarisch oder vegan. Das sind etwa doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Im Gegensatz dazu steigt weltweit der Appetit auf Fleisch jedoch weiter an*.

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Corona-Regeln beeinflussen Rückgang von Fleischverzehr in Deutschland

Auch die Corona-Pandemie könnte eine Ursache für den geringeren Fleischkonsum sein. Denn durch Ausgangs- und Zugangsbeschränkungen in der Gastronomie ging auch der Außer-Haus-Verzehr zurück. Die Corona-Regeln wurden nun durch das aktuelle Infektionsgesetz jedoch teilweise aufgehoben. Zudem wachsen in der deutschen Bevölkerung die Bedenken hinsichtlich Tierwohl, Umweltschutz und Gesundheit. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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