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Gesunde Ernährung: Diese fünf Glaubenssätze hindern Sie daran, sich gesund zu ernähren

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Von: Laura Knops

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Gesundes Essverhalten ist auch Kopfsache: Welche fünf Glaubenssätze Sie davon abhalten, sich endlich gesünder zu ernähren.

Bonn – Arbeit, Termine und Freizeitstress? Gerade im Alltag kann es häufig hektisch zu gehen. Stehen wir unter Druck oder leiden unter Zeitmangel, greifen wir nicht selten zu einem schnellen Snack für zwischendurch, bestellen abends eine Pizza oder essen doch mal wieder das Fertiggericht aus der Tiefkühltheke. Schuld daran sind weitverbreitete Glaubenssätze, mit denen wir uns weismachen, dass gesunde Ernährung gerade in stressigen Situationen zu aufwendig ist. Aber auch innere Überzeugungen wie „Gesundes Essen bedeutet Verzicht“ oder „Obst und Gemüse machen nicht satt“ können uns von einem gesunden Essverhalten abhalten. Diese Glaubenssätze können Sie daran hindern, Ihre Essgewohnheiten zu ändern – und das, obwohl sie gar nicht stimmen.

Gesunde Ernährung: Diese fünf Glaubenssätze hindern Sie daran, sich gesund zu ernähren

Zu Beginn des neuen Jahres wollen viele Menschen mehr Sport treiben, abnehmen und sich gesünder ernähren. Meist werden die guten Vorsätze allerdings schon nach ein paar Wochen oder gar Tagen wieder verworfen oder verdrängt. Dahinter können innere Überzeugungen stecken, die unser Verhalten unbewusst manipulieren.

Ein junges Mädchen beißt in einen Apfel (Symbolbild).
Keine Zeit für gesunde Ernährung? Die falschen Glaubenssätze können uns von einem gesunden Essverhalten abhalten (Symbolbild). © Addictive Stock/Imago

Glaubenssätze können zwar motivierend sein und dabei helfen, sich gesund zu ernähren, doch sie können genauso gut das Gegenteil bewirken. Gerade beim Thema Ernährung spuken vielen Menschen hinderliche Glaubenssätze im Kopf herum. Passen die Überzeugungen nicht zu unserem Leben, bescheren sie uns meist schnell Enttäuschungen. Denn diese Sätze können einer gesunden Ernährung und damit einem gesunden Lifestyle im Weg stehen. Wir klären auf, was an den Mythen rund um das Thema Ernährung dran ist.

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Gesunde Ernährung: „Gesund Kochen ist aufwendig und kompliziert“

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, versorgt seinen Körper mit allen notwendigen Nährstoffen und Vitaminen. Eine gesunde Ernährung wird allerdings häufig mit viel Aufwand in Zusammenhang gebracht. Denn Einkaufen und frisch kochen ist ziemlich zeitaufwendig, oder? Stimmt nicht!

Wenn man sich gesünder ernähren möchte, bedarf es natürlich etwas mehr Zeit, als schnell beim Lieferservice zu bestellen oder eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben. So muss man beispielsweise erst gesunde Rezepte rauszusuchen und die Zutaten vorbereiten. Ist man jedoch einmal mit den Grundprinzipien einer gesunden Ernährung vertraut, gibt es viele schnelle und einfache Rezepte, die im Handumdrehen zubereitet sind. Zudem lassen sich viele Gerichte durch eine Portion Gemüse deutlich gesünder gestalten. Oder Sie tauschen einfach Süßigkeiten und schnelle Snacks gegen frisches Obst.

Gesunde Ernährung: „Gesunde Lebensmittel sind teuer“

Sich bewusst zu ernähren, bedeutet auch, auf die Qualität und Herkunft der verwendeten Lebensmittel zu achten. Tatsächlich sind hochwertige Produkte aus dem Bioladen jedoch meist teurer als aus dem Discounter. Trotzdem ist es mit ein bisschen Planung möglich, gesunde Nahrungsmittel zu einem fairen Preis zu finden.

Gerade in Deutschland sind Obst und Gemüse sehr günstig zu kaufen, vor allem, wenn es sich um regionale und saisonale Produkte handelt. Auf dem Wochenmarkt sind viele Lebensmittel zudem oft günstiger als im Supermarkt. Selbst zu kochen, ist darüber hinaus immer die günstigste Methode, als Fertigprodukte zu kaufen oder Essen zu gehen.

Gesunde Ernährung: „Für eine Person zu kochen, lohnt sich nicht“

Auch dieser Glaubenssatz lässt sich schnell widerlegen. Denn es gibt viel Gerichte wie Eintöpfe, Suppen oder Aufläufe, die in größeren Mengen meist besser gelingen und sich problemlos aufbewahren oder einfrieren lassen. Wer also nicht nur für eine Mahlzeit kocht, kann so sogar Zeit sparen.

Obwohl viele Packungen nicht für eine Person ausgelegt sind, lassen sich die meisten Lebensmittel recht lange aufbewahren. So kann man auf Vorrat kaufen und hat im Notfall immer ein paar Zutaten zu Hause.

Gesunde Ernährung: „Gemüse und Obst machen nicht satt“

Oft wird eine gesunde Ernährung mit Hungern gleichgesetzt. Doch eine ausgewogene Mahlzeit besteht natürlich aus viel mehr als Karottensticks und Feldsalat. So gehören laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) neben Obst und Gemüse auch folgende sättigende Lebensmittel auf den Speiseplan:

Diese halten nicht nur länger satt als Fast Food und stark verarbeitete Lebensmittel. Auch Heißhungerattacken werden so verhindert. Denn der Grund dafür ist oft der hohe Anteil an Zucker und einfachen Kohlenhydraten in Fertiggerichten. Ballaststoffe in Obst und Gemüse halten dagegen den Blutzucker stabil und sorgen so für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

Gesunde Ernährung: „Ich muss meinen Teller leer essen“

Schon als Kind bekommen wir häufig zu hören, dass wir unseren Teller leer essen müssen. Das ist allerdings alles andere als gesund. Denn wer ohne auf seinen Körper zu achten, isst was er vorgesetzt bekommt, überisst sich schnell und verliert langfristig sein natürliches Sättigungsgefühl.

Durch diesen oder ähnliche Glaubenssätze verlernt man zudem auf sein gesundes Körpergefühl zu achten. Wer achtsam isst, genießt und sich eine Pause für seine Mahlzeiten gönnt, isst nicht nur langsamer, sondern auch weniger. So tritt das bewusste Gefühl von Sattsein erst nach rund 20 Minuten ein.

Gesunde Ernährung: „Gesund essen, bedeutet Verzicht“

Sie mögen Süßigkeiten, Fertigpizza und Softdrinks? Dass wir verarbeitete Nahrungsmittel geschmacklich aufregender finden als gesunde Lebensmittel, liegt nicht am Obst und Gemüse. Vielmehr reagieren unsere Geschmacksnerven auf die in Fertigprodukten enthaltenen Inhaltsstoffe wie Fett, Salz, Zucker und Geschmacksverstärker. Natürliche Lebensmittel und Speisen, die nicht so stark gewürzt sind, wirken im Vergleich dagegen eher langweilig. Doch keine Sorge: Wer seine Ernährung umstellt, wird schon nach wenigen Wochen oder gar Tagen merken, dass man bei Gemüse, Obst und Co. nicht auf einen guten Geschmack verzichten muss.

Oft wird eine gesunde Ernährung zudem mit strengen Verhaltensdogmen in Verbindung gebracht. Dabei müssen Sie keinesfalls auf die Pizza oder das Stück Schokolade zum Nachtisch verzichten. Bei einer ausgewogenen Ernährung geht es vielmehr darum, eine gesunde Balance zu finden. Stehen grundsätzlich frische, nährstoffreiche und wenig verarbeitete Lebensmittel auf dem Speiseplan, dann machen auch Süßigkeiten und Kuchen zwischendurch nichts aus. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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