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Welthebammentag: Hebammen und ihre Aufgaben für Mutter und Kind

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Von: Kristina Wagenlehner

Hebammen begleiten Schwangere, junge Mütter und Familien vor, während und nach der Geburt. Wir stellen Ihnen die wichtigen Aufgaben einer Hebamme vor.

Karlsruhe – Hebammen (oder männlich: Geburtshelfer) betreuen Frauen vor, während und nach der Geburt. Laut dem Deutschen Hebammenverband arbeiten 80 Prozent aller Hebammen selbstständig und/oder sind in einer Klinik angestellt. 

Hebammen und ihre Aufgaben: Überblick

Sie sehen in ihr eine Vertrauensperson, medizinische Ratgeberin und emotionale Unterstützerin: Zu ihrer Hebamme entwickeln Frauen häufig eine enge Bindung. Denn sie stehen ihnen in der intensiven Phase einer Schwangerschaft zur Seite, gerade auch jetzt zu Corona-Zeiten.

Zu den wichtigsten Aufgaben einer Hebamme gehören:

Hebammen und ihre Aufgaben: In der Schwangerschaft

Die Betreuung durch eine Hebamme beginnt lange vor der Geburt: Ist die Schwangerschaft festgestellt, kann die Hebamme den Mutterpass ausstellen und alle Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Vorausgesetzt Kind und Mutter sind gesund. In regelmäßigen Abständen besucht die Hebamme dann die werdende Mutter, prüft ihr Gewicht, den Blutdruck und stellt die Lage und die Größe des Kindes fest. Außerdem kontrolliert sie die Herztöne des Ungeborenen sowie Urin und Blut der Mutter. Nur die Ultraschalluntersuchungen übernehmen ÄrztInnen. Außerdem bieten viele Hebammen Kurse an, die auf die Geburt und das Eltern-sein vorbereiten.

Hebammen und ihre Aufgaben: Bei der Geburt

Hebammen, die in der Geburtshilfe arbeiten, leisten Unterstützung bei der Entbindung: entweder als angestellte Hebamme in einem Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder auch Zuhause. Sie stehen den Gebärenden mental bei, geben bei Bedarf Anleitungen, untersuchen Lage und Zustand des Babys unter der Geburt und können im Notfall eingreifen und ärztliche Hilfe holen.

Hebammen und ihre Aufgaben: Im Wochenbett

Die Geburt eines Kindes ist für die Frau und ihre Familie ein intensives Erlebnis. Hebammen stehen der jungen Mutter und ihrer Familie in der ersten Zeit nach der Geburt vor allem beratend zur Seite. Sie geben Tipps zur richtigen Ernährung des Säuglings, beantworten Fragen – beispielsweise zum Stillen oder wie Sie Flaschen sterilisieren – und versuchen Sorgen und Ängste zu nehmen. Außerdem beobachten sie die Rückbildung der Gebärmutter, den Wochenfluss und den Heilungsprozess von möglichen Geburtsverletzungen bei der Mutter. Um die Rückbildung zu fördern, zeigen sie den Frauen zudem erste Übungen zur Rückbildungsgymnastik.

Hebammen und ihre Aufgaben: Krisenmanagerin

Übelkeit, Schmerzen, Vorwehen: Eine Schwangerschaft läuft nicht immer rund. In diesen Fällen kann sich die Schwangere an ihre Hebamme werden. Sie hat die entsprechende Ausbildung und das Fachwissen und kann einschätzen, ob es sich um ungefährliche Beschwerden handelt oder weitere Untersuchungen und Behandlungen nötig sind.

In Krisensituationen vermitteln Hebammen Kontakt zu Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, ÄrztInnen und PsychologInnen. Beispielsweise, wenn es zu einer Fehlgeburt kommt, ein Kind mit angeborenen Erkrankungen wie einem Herzfehler zur Welt kommt oder die Familie in sozialen oder finanziellen Nöten steckt.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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