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Heilfasten: So lange sollten Sie nichts essen

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Heilfasten hat eine jahrtausendalte Tradition und soll der Reinigung von Körper, Geist und Seele dienen. Wie lange empfiehlt es sich, zu fasten?

Bonn – Die traditionellste Form des Heilfastens ist die nach dem Arzt Otto Hermann Ferdinand Buchinger (1878 – 1966). Laut ihm dient diese Heilfastenmethode dazu, einen gesunden Körper zu erhalten und die Therapie bestimmter Erkrankungen zu unterstützen. Heilfasten wirkt nach Buchinger nicht nur auf der medizinischen Ebene, sondern auch auf psychosozialer und geistiger Ebene. Diese drei Dimensionen beeinflussen sich gegenseitig und dienen der sogenannten „Diät der Seele“, wie Buchinger es nannte, während des Heilfastens. Der Fastende soll sich weniger der festen Nahrungsaufnahme, als vielmehr schönen Dingen wie Musik, Büchern, Natur und Meditation widmen. In der heutigen Zeit zählen noch Medienkonsum sowie Stressfaktoren dazu, die während der Zeit des Heilfastens ebenfalls reduziert werden.

Heilfasten: So lange sollten Sie auf feste Nahrung verzichten

Das Fasten beginnt am Tag vor der Fastenkur mit einer täglichen Kalorienreduktion auf etwa 1 000 kcal. Die maximale Kalorien- bzw. Energiezufuhr pro Tag sollte 250 bis 500 kcal nicht überschreiten. Der Genuss von Koffein, Alkohol, Nikotin und weitestgehend Zucker sollte ab diesem Zeitpunkt reduziert oder besser ganz eingestellt werden. Es wird empfohlen, sich auch seelisch auf das Fasten vorzubereiten, indem das Stresslevel reduziert und sich mehr Ruhephasen eingeräumt werden. Eine leichte bis normale körperliche Aktivität tut Körper und Geist während des Heilfastens ebenfalls gut.

Eine Frau trinkt zur Fastenzeit einen Obst- oder Gemüsesaft mit dem Strohhalm. (Symbolbild)
Während der Fastentage bieten sich Obst- oder Gemüsesäfte an. (Symbolbild) © Xavier Lorenzo/Imago

Nach einer anfänglichen „Darmreinigung“ durch Einnahme von ein bis zwei Liter Wasser mit 30 bis 40 Gramm Glaubersalz, ersetzen Sie an den Folgetagen des Heilfastens* Ihre feste Nahrung täglich durch:

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Gemäß Deutscher Gesellschaft für Ernährung e. V. und der Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) wird empfohlen, eine Heilfastenkur wie folgt aufzubauen:

Häufig sind kürzere Fastenzeiten leichter zu realisieren oder sind aus medizinischen Gründen empfohlen. Insbesondere gesunde Menschen, die nicht aus therapeutischen Gründen heilfasten, profitieren auch von kürzeren Phasen. Bis zu fünf Tage Fasten zu Hause ohne ärztliche Anleitung können Sie bedenkenlos ausprobieren.

Einsteiger und medizinisch indizierte Fastenkuren sollten vor Beginn und während des Heilfastens unbedingt von einem Arzt mit Gesundheits-Check begleitet werden.

Eine längere Fastenzeit von bis zu sechs Wochen kann bei bestimmten Erkrankungen wie Diabetes sinnvoll sein. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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