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Histaminintoleranz: Fehler, die Sie bei der Lagerung von Lebensmitteln vermeiden sollten

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Von: Laura Knops

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Histamin entsteht auch, wenn Lebensmittel reifen und lagern. Was Betroffene beim Einkauf und der Aufbewahrung beachten müssen.

München – Wer von einer Histaminintoleranz betroffen ist, muss Lebensmittel mit dem Botenstoff meiden. Während einige Nahrungsmittel von Natur aus Histamin enthalten, bildet sich der Stoff bei vielen Produkten erst bei der Lagerung und Reifung. Für Betroffene gibt es daher nicht nur in der Küche einiges im Umgang mit Lebensmitteln zu beachten. Auch beim Einkauf und der Lagerung kann man vieles falsch machen. Bei welchen Nahrungsmitteln Sie vorsichtig sein sollten und was Sie bei der Zubereitung und Aufbewahrung von Lebensmitteln beachten müssen, erfahren Sie hier.

Histaminintoleranz: So lagern Sie Lebensmittel richtig

Gerade Lebensmittel, die lange gereift sind, enthalten oft viel Histamin. Dazu zählen neben Rotwein und Salami auch viele Käsesorten wie Parmesan, Camembert oder Roquefort. Aber auch in Essig eingelegte Nahrungsmittel wie saure Gurken sowie in geräucherten Lebensmitteln wie Schwarzwälder Schinken und geräuchertem Fisch bildet sich Histamin. Doch wie lässt sich erkennen, welche Lebensmittel viel Histamin enthalten?

Eine junge Frau kauft im Supermarkt Fleisch ein (Symbolbild).
Gerade beim Kauf von Fleisch müssen Menschen mit Histaminintoleranz auf die Frische achten (Symbolbild). © Panthermedia / Imago

Da der Histamingehalt vieler Lebensmittel schwankt, lässt sich häufig nur schwer einschätzen, in welchen Produkten viel und in welchen wenig Histamin enthalten ist. Fangfrischer Fisch ist beispielsweise histaminarm. Wird die Kühlkette unterbrochen oder schwanken die Temperaturen, steigt sein Histamingehalt allerdings schnell an. Dasselbe gilt auch für andere Lebensmittel wie Fleisch und Gemüse. Diese sind ebenfalls in ihrer ursprünglichen Form meist histaminarm. Durch Einlegen, Konservierung, Gärung, Fermentation und falsche Lagerung können sie jedoch Histamin bilden.

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Histaminintoleranz: Das sollen Sie beim Einkauf beachten

Schon beim Einkauf sollten Betroffene darauf achten, nur die frischesten Produkte zu wählen. Gerade bei proteinreichen und leicht verderblichen Lebensmitteln muss auf die Frische und eine durchgängige Kühlkette geachtet werden. Mikroorganismen sind grundsätzlich überall vorhanden. Durch unzureichende Kühlung können sie sich jedoch schnell ausbreiten und die Histaminbildung beschleunigen.

Zu Hause angekommen, sollten Betroffene die leicht verderblichen Lebensmittel möglichst schnell im Kühlschrank verstauen. Da es in den meisten Kühlschränken hinten, an der Rückwand, und im unteren Bereich am kältesten ist, gehören hier Produkte wie Fleisch und Fisch hin. Weniger heikle Lebensmittel können ohne Probleme in den wärmeren Bereichen gelagert werden. Zudem kann es sinnvoll sein, die Kühlschrank-Temperatur etwas niedriger als üblich einzustellen.

Histaminintoleranz: Wie lagert man Nahrungsmittel richtig?

Folgende Tipps können bei der Lagerung und Aufbewahrung kritischer Lebensmittel helfen:

Betroffene sollten zudem Lebensmittel und Speisen direkt aus dem Kühlschrank verwenden und diese nicht erst auf Zimmertemperatur erwärmen lassen. Vorsicht ist laut Experten des Instituts für Ernährung der TU München auch bei Fleisch- und Fischgerichten geboten. Diese sollten keinesfalls aufgewärmt werden, da dies die Bildung von Histamin auslösen kann. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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