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Ernährung bei Histaminintoleranz: Darf man wirklich keinen Alkohol trinken?

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Von: Jennifer Köllen

Die Silhouette einer Frau, die ein Getränk zu sich nimmt. (Symbolbild)
Alkohol trinken mit Histaminintoleranz ist möglich, wenn man ein paar Regeln beachtet. (Symbolbild) © Eibner Europa/Imago

Wer von einer Histaminintoleranz betroffen ist, sollte am besten auf Alkohol verzichten. Doch das fällt vielen schwer. Wer diese Tricks kennt, kann hier und da ein Gläschen trinken.

München - Wer eine Histaminintoleranz hat, verträgt Alkohol nicht gut. Die Folgen: Herzrasen, Atemnot, Hautausschläge. Daher ist Alkohol bei einer angeborenen Histaminintoleranz ganz zu meiden. Wer allerdings, und dazu gehören die meisten, eine „erworbene“ Histaminunverträglichkeit hat, kann sich ab und zu ein Glas gönnen. Vorausgesetzt, er beachtet folgende Regeln.

Histaminintoleranz und Alkohol: Warum Champagner, Wein und dunkles Bier so problematisch sind

Alkohol sollte bei Histaminintoleranz eigentlich gemieden werden, da er den Abbau von Histamin hemmt, die Aufnahme von Histamin im Darm erleichtert und zusätzlich die körpereigene Histaminproduktion anregt.

Wie gut oder schlecht Alkohol vertragen wird, kommt aber darauf an, wie stark man von der Einschränkung betroffen ist. Außerdem ist die Verträglichkeit vom Histamingehalt des jeweiligen Getränkes abhängig. Dieser ergibt sich, etwa beim Wein, aus mehreren Faktoren, wie dem Herstellungsverfahren, dem Alter oder den Lagerungsbedingungen. So kommt es, dass Rotwein bei einer Histaminintoleranz oder - unverträglichkeit überhaupt nicht gut vertragen wird, weil er lange in Holzfässern gelagert wurde. Betroffene wissen: Je länger ein Lebensmittel lagert, desto mehr Histamin enthält es. Gleichzeitig gibt es histaminarmen Wein, der Betroffenen weniger oder sogar keine Probleme bereitet.

Diese alkoholischen Getränke sollten Menschen mit einer Histaminintoleranz am besten komplett meiden:

Achtung: Auch andere Bestandteile alkoholischer Getränke sorgen häufig für Probleme: Hefe (Hefeweizen), Sulfite und Schwefel (in Wein) und Zusatzstoffe, wie Konservierungsstoffe oder Farbstoffe (etwa in Cocktails).

Eine Frau trinkt ein Glas Weiswein auf einem Balkon und blickt über die Dächer einer Stadt (Symbolbild).
Sulfite und Histamin in Wein und Bier können Allergie- und Asthmabeschwerden verstärken (Symbolbild). © imago images / Westend61

Histaminintoleranz und Alkohol: Diese Getränke sind am besten verträglich

Aber wegen der Histaminintoleranz komplett auf Alkohol verzichten? Das fällt vielen Menschen schwer.

Doch, und das wird Betroffene freuen: Es gibt Alkoholika, die auch sie meist gut vertragen. Viele schwören zum Beispiel auf histaminarmen Wein, den man mittlerweile bei manchen Weingütern online erwerben kann. Einige Bio-Läden führen solche Weine sogar. Einfach nachfragen...

Diese alkoholischen Getränke vertragen viele Menschen mit einer Histaminintoleranz gut:

Achtung: Hier gilt, wie eigentlich immer bei einer Histaminintoleranz: Wie viel und welches Getränk man gut verträgt, muss jeder selbst ausprobieren.

Histaminintoleranz und Alkohol: Das sollte man zusätzlich beachten, wenn eine Party ansteht

Um einen Kater zu vermeiden, gibt es einige Tricks*: Zum Alkohol viel Wasser trinken, oder vor dem Schlafengehen Elektrolyte einnehmen. Das sind Salze, Basen und Säuren, die der Körper bei Alkoholkonsum vermehrt ausscheidet und die ihm dann fehlen. Die Folge: Kopfschmerzen. Elektrolyte gibt es in der Apotheke.

Menschen mit einer Histaminintoleranz oder - verträglichkeit müssen zusätzlich noch weitere Dinge beachten.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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