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Histaminunverträglichkeit: So haben Sie an den Feiertagen wenig Symptome

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Von: Jennifer Köllen

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Zwei Gläser mit Glühwein. (Symbolbild)
Glühwein an Weihnachten? Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit sollten besser darauf verzichten. (Symbolbild) © Imago

Wer Probleme mit Histamin hat und diese Tipps beachtet, kann an Weihnachten und Silvester genussvoll schlemmen – ohne schlimme Symptome.

München – „Das klingt lecker, aber das kann ich leider nicht essen.“ Wer eine Histaminintoleranz oder -unverträglichkeit hat, sagt so einen Satz ständig. Denn bei keiner anderen Unverträglichkeit kann man so viele verschiedene Dinge nicht essen und trinken: Käse, Tomaten, Rotwein, Schweinefleisch, Orangen, Salami, Erdbeeren – und die Liste ist noch viel länger.

Histaminunverträglichkeit: So haben Sie an den Feiertagen wenig Symptome

Gerade an Weihnachten und Silvester werden viele Lebensmittel aus der verbotenen Liste kredenzt: Glühwein, Schweinebraten, Plätzchen, Schokolade und Rotwein an Weihnachten; und an Silvester Raclette, Pizza, Käsefondue und Sekt. Alles wahre Histaminbomben. Was also tun, wenn man die Feste genießen, aber danach nicht mit Ausschlag, Herzklopfen oder Kopfschmerzen im Bett liegen möchte?

Weihnachtsessen mit Braten und Rotwein mit der Familie. (Symbolbild)
Wer Lebensmittel mit Histamin nicht gut verträgt, sollte an Weihnachten und Silvester einige Regeln beachten. (Symbolbild) © Halfpoint/ Imago

Wer diese Tipps und Regeln beachtet, schafft es ohne großen Verzicht und gesund durch die Feiertage und ins neue Jahr.

1. Eigene Grenzen einhalten und nicht übertreiben

Jeder Mensch mit einer Histaminintoleranz- oder Unverträglichkeit hat ein individuelles Pensum, wie viel Histamin er verträgt. Zum Beispiel auch bei Kaffee. Dieses kennt man nach einiger Zeit. Die einen vertragen zum Beispiel Weißmehl und somit Plätzchen, die anderen nicht. Lassen Sie sich nicht zu Leckereien hinreißen, von denen Sie sicher wissen, dass Sie danach Symptome bekommen. Und: Stark histaminhaltige Lebensmittel oder Histaminliberatoren vertragen die meisten schlecht. Rotwein, harten Käse, Sekt und Schokolade sollten Sie am besten komplett meiden. Die Lösung: Steigen Sie auf Alternativen um.

2. Setzen Sie auf Alternativen.

Not macht erfinderisch. Und häufig muss man noch nicht mal auf Genuss verzichten. Setzen Sie bei folgenden Lebensmitteln auf histaminärmere Alternativen:

3. Medikamente einnehmen – als Vorsorge und Nachsorge

Bei Festen sollten Menschen mit einer Histaminintoleranz oder -unverträglichkeit immer Medikamente in der Tasche haben. Diese können vor oder nach dem Essen und Trinken eingenommen werden. Vor dem Essen hilft vielen das Medikament Daosin. Dieses erhöht die Menge der DiAminOxidase (DAO) im Dünndarm und fördert somit die Fähigkeit zum Histaminabbau im Darm. Falls nach dem Essen doch Symptome auftreten, helfen Antihistaminika, die Symptome schnell zu lindern.

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Histaminunverträglichkeit: So viel Alkohol vertragen Betroffene

Alkohol sollte bei Histaminintoleranz eigentlich gemieden werden, da er den Abbau von Histamin hemmt, die Aufnahme von Histamin im Darm erleichtert und zusätzlich die körpereigene Histaminproduktion anregt.

Wie gut oder schlecht Alkohol vertragen wird, kommt aber darauf an, wie stark man von der Einschränkung betroffen ist. Außerdem ist die Verträglichkeit vom Histamingehalt des jeweiligen Getränkes abhängig.

Diese alkoholischen Getränke sollten Menschen mit einer Histaminintoleranz am besten komplett meiden:

Die Lösung: Stiegen Sie auch hier auf Alternativen um. Gut vertragen werden natürlich alkoholfreier Sekt oder Glühwein ohne Alkohol (und ohne Orangen). Sie haben Lust auf Alkohol und wissen, dass Sie auch ein bisschen davon trinken können ? Dann setzen Sie auf Gin oder Wodka. Klare Schnäpse werden von Menschen mit Histaminproblemen besser vertragen. Außerdem gut verträglich sind histaminarmer Wein, Sekt, Champagner und untergärige Biere wie: Pils, alkoholfreies Pils, Helles, Lagerbier, Dunkles, Exportbier. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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