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Sie sind introvertiert? Dann ist Homeoffice Ihre Chance

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Von: Kristina Wagenlehner

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Eine junge Frau steht an der Anrichte ihrer Küche. Vor ihr steht ein Laptop und sie macht Notizen. (Symbolbild)
Viele arbeiten im Homeoffice produktiver. (Symbolbild) © Giorgio Fochesato/Imago

Corona macht die Arbeitswelt leise. Jeder kämpft für sich allein aus dem Homeoffice. Für introvertierte Menschen ist es die Chance, zu glänzen.

München – Jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so. In einer lauten und schnellen Zeit wie der heutigen haben es im Beruf aber manche Menschen schwer – und zwar die leisen. Die Personen, die keine Lust auf „Brusttrommeln“ und Selbstvermarktung haben. Die ihre Arbeit machen, zuverlässig und loyal, aber keine Lust haben, im Rampenlicht zu stehen – sich einfach nicht so wichtig nehmen.

Dieser Charakterzug macht viele zu angenehmen Zeitgenossinnen und -genossen, geht aber häufig zulasten ihrer selbst. Dadurch, dass sie keine Aufmerksamkeit einfordern, werden sie und ihre Arbeit oft übersehen. Dabei muss nicht mal böse Absicht der „Übersehenden“ bestehen. Trotzdem: Die Beförderung bekamen andere. Frust aufseiten der Introvertierten.

Im Homeoffice glänzen: Die Chance der Introvertierten

Vor der Corona-Pandemie hatten es viele introvertierte Menschen im Beruf schwer. Viel zu oft standen sie und ihre Arbeit im Schatten der Extrovertierten. Doch mit dem Virus kam für die Introvertierten die Chance, im Beruf zu glänzen.

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Corona hat die Arbeitswelt geändert. Das Arbeitsumfeld ist anders geworden, stiller, unaufgeregter. Viele arbeiten seit Monaten teils komplett aus dem Homeoffice (Lesen Sie auch: Ergonomisches Arbeiten im Homeoffice: Das sollten Sie Ihrem Rücken zuliebe beachten). Das hat für viele Introvertierte die Arbeitssituation zum Besseren geändert.

Im Homeoffice glänzen: Fähigkeiten der Introvertierten sind gefragt

Mit der Pandemie änderte sich nicht nur der Arbeitsalltag vieler, sondern auch die Bedürfnisse der Kunden. In einer Zeit voller Unsicherheit mussten Unternehmen nun ihren Kunden ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität vermitteln. Dafür benötigt es Empathie.

„Während Extrovertierte als kontaktfreudig, handlungsorientiert und enthusiastisch gelten, bringen Introvertierte analytisches Denken und Einfühlungsvermögen mit“, sagt Richard Etienne, ein in Surrey ansässiger Markenexperte, der Vorträge über Introvertierte am Arbeitsplatz hält, gegenüber der „BBC“. „Während der Pandemie waren diese Fähigkeiten sofort sehr gefragt. Introvertierte Menschen sind zuverlässig, sie nehmen sich ein Projekt nach dem anderen vor und erledigen es gründlich. Sie können gut nachdenken und persönliche Kontakte knüpfen. Das war in der Zeit, in der die Unternehmen versuchten, ihre Kunden zu halten, sehr wichtig.“

Im Homeoffice glänzen: Mehr Energie durch weniger Ablenkung

Ein weiterer Punkt: Mit dem Rückzug ins Homeoffice wurde zwangsläufig der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, den viele Introvertiert oft als anstrengend und energieraubend empfinden, weniger. Im Homeoffice geht keine Tür auf, man hört keine Gespräche mit und „kannst du mal kurz“ fällt weg. Ablenkung bot allein der Süßigkeitenschrank. Laut eines Arbeitspsychologen gibt es sogar eine Homeoffice-Formel, wie oft Sie pro Woche von daheim aus arbeiten sollten.*

Kommuniziert wurde nun vor allem digital. Dank moderner Tools, klar geregelter Videocalls und dem Status „bitte nicht stören“ können Arbeitnehmer nun genau regulieren, wann sie sozialen Kontakt wollen und wann sie sich auf die Arbeit fokussieren. Das Ergebnis: mehr Energie, mehr Zeit und schlussendlich mehr Produktivität – was wiederum dem Chef auffällt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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