1. 24vita
  2. Verbraucher

Hunde-Studie: Vierbeiner kennen ihre Besitzer besser als gedacht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christine Pander

Kommentare

Eine Frau in Shorts, T-Shirt und Hut sitzt am Steg, neben ihr ein Hund mit Blick aufs Wasser (Symbolbild)
Verstehen sich: Hund und Mensch (Symbolbild) © Eva Blanco/ Imago

Hunde kennen ihre Besitzer erstaunlich gut: Eine Studie zeigt, dass sie zwischen absichtlichem und unabsichtlichem Verhalten unterscheiden können.

Göttingen/Jena – Die Beziehung zwischen Haustierhaltern und den Tieren ist meist eng, viele Tierfreunde sprechen sogar davon, Hund und Katze seien wie Familienmitglieder. Vor allem Hunde haben durch den engen Kontakt zum Menschen gelernt, mit dem Mensch zu leben und sogar auf seine Kommandos zu hören. Ob Hunde aber auch die Vorhaben eines Menschen verstehen oder lediglich auf bestimmte Hinweisreize reagieren, war immer unklar. Bis jetzt.

Hunde-Studie: Vierbeiner kennen ihre Besitzer besser als gedacht

In einer neuen Studie haben Forscherinnen und Forscher vom Max-Planck-Institut Jena und der Universität Göttingen untersucht, wie Hunde reagieren, wenn ihnen Futter vorenthalten wird. In der einen Situation geschah das absichtlich, in einer weiteren unabsichtlich.

In der Studie wurden 51 Hunde aus Privathaushalten getestet. Sie durchliefen insgesamt drei Teststationen, in denen jeweils Hund und Testleiterin durch eine transparente Trennwand voneinander getrennt waren, durch die sie gefüttert wurden. Danach wurde die Fütterung aber auf unterschiedliche Arten unterbrochen. In der „Will nicht“-Situation zog die Versuchsleiterin das Futterstück absichtlich zurück und legte es vor sich auf den Boden.

Hunde-Studie: Tiere warten länger, wenn Belohnung absichtlich verwehrt wird

In der „Kann nicht/ungeschickt“-Variante versuchte die Forscherin, den Hund durch die Öffnung in der Trennwand zu füttern, ließ die Belohnung aber „unabsichtlich“ auf den Boden fallen. In der dritten Situation scheiterte die Versuchsleiterin beim Füttern, weil die Öffnung in der Trennwand verschlossen war. Die Hunde konnten aber die Trennwand umlaufen und so zum Futter gelangen.

Die These der Forscherinnen und Forscher lautete: Wenn Hunde menschliche Absichten erkennen können, warten sie länger, bevor sie sich einer absichtlich verwehrten Belohnung näherten. Und tatsächlich warteten die Tiere auch messbar länger, wenn ihnen die Belohnung absichtlich verwehrt wurde. Außerdem setzten oder legten sich die Tiere in dieser Situation häufiger hin – das wird als Beschwichtigung interpretiert.

Hunde-Studie: Vierbeiner erkennen Absichten tatsächlich

Das Fazit der Forscherinnen und Forscher: Da die Tiere unterschiedlich reagierten, deute dies darauf hin, dass sie die Absichten der Handelnden „verstehen“ beziehungsweise deuten können. Die Studie zeige, „dass Hunde tatsächlich in der Lage sein könnten, menschliche Absichtlichkeit zu erkennen“, so Studienautor Hannes Rakoczy in einer Mitteilung der Universität Göttingen. Die Forscherinnen und Forscher betonten jedoch, dass noch weitere Untersuchungen nötig seien, um die Effekte klar zu belegen.

Sollten Sie unter einer Tierhaarallergie leiden, müssen Sie übrigens nicht zwingend auf einen Hund in Ihrem Leben verzichten. Diese Tipps können helfen:

Welche Hunderassen am besten für Berufstätige geeignet sind, lesen Sie bei Merkur.de.* Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. 

*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare