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Ständig hungrig? So bleiben Sie satt, ohne zuzunehmen

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Von: Jennifer Köllen

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Eine junge, blonde Frau steht nachts vor dem Kühlschrank und schaut hinein. (Symbolbild)
Schon wieder Hunger? (Symbolbild) © ingimage/Imago

Gerade erst was verdrückt und schon wieder ein Loch im Bauch? Kann passieren. Mit diesen Tipps bleiben Sie satt, ohne zuzunehmen.

München – Der Magen knurrt, und man denkt: „Wie kann das sein, ich habe doch erst etwas gegessen?“ Sie kennen das? Keine Sorge, ist ganz normal. Denn nicht nur die Menge der letzten Mahlzeit bestimmt, ob wir uns gesättigt oder hungrig fühlen. Eine ganze Menge komplexer Vorgänge meldet dem Gehirn: satt! Und dieses Gefühl brauchen wir vor allem, wenn wir abnehmen wollen – oder zumindest nicht zunehmen. Wir erklären Ihnen, woher der dauernde Hunger kommt – und wie Sie sich lange satt fühlen.

Ständig hungrig? So bleiben Sie satt, ohne zuzunehmen

Wenn der Blutzuckerspiegel sinkt, wollen wir etwas essen. Der Magen produziert dann das Hunger-Hormon Ghrelin, und Nerven senden Informationen an unser Hungerzentrum im Gehirn. Denn hier, im Hypothalamus, wird gesteuert und entschieden, ob der Magen knurrt. Hunger entsteht also nicht nur im Bauch, sondern im ganzen Körper. Aus einem komplexen Zusammenspiel von Signalen, Hormonen und dem Gehirn.

Wenig Hunger, aber großen Appetit: Wenn wir essen wollen, obwohl wir satt sind

Manche Menschen essen mehr, wenn sie Stress haben oder unglücklich sind. Der Grund: Beim Essen werden Neurotransmitter wie das Glückshormon Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Und im Körper sind die zwei Systeme verknüpft, welche für den Stoffwechsel und für unsere Emotionen zuständig sind.

Auch unsere Wahrnehmung beeinflusst unser Hungergefühl. Deswegen kann es sein, dass plötzlich der Magen knurrt, nur weil wir etwas Leckeres riechen oder sehen.

Wenn wir ständig Hunger haben, kann es auch sein, dass in unserem Darm zu viele „schlechte“ und zu wenig „gute“ Darmbakterien sind. Forscher haben herausgefunden, dass Mäuse, in deren Darm bestimmte Bakterien häufiger vorkommen, bei gleicher Nahrungszufuhr stärker zunahmen. Wir brauchen also die richtigen Darmbakterien, um weniger Hunger zu spüren. Die bekommen wir mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung mit wenig oder besser gar keinem Zucker. Eine Einnahme von probiotischen Bakterien kann sinnvoll sein. Diese gibt es auch in der Apotheke.

Ständig Hunger auf Süßes: Was ist da los?

Sie sehnen sich öfter nach Gummibärchen? Das Verlangen nach Süßem kann auch an einem Nährstoffmangel liegen. Der Heißhunger auf Schokolade kann etwa an einem Zink-oder Magnesiummangel liegen. Ein Nährstoffmangel ist über einen Bluttest beim Arzt feststellbar. Eine ausgewogene Ernährung und Zusatzpräparate können helfen.

Ein kleines blondes Mädchen sitzt vor dem Kühlschrank und beißt in einen Muffin. (Symbolbild)
Lust auf Süßes haben nicht nur Kinder. (Symbolbild) © Imago

Falls Sie ständig Lust auf Süßes haben, kann es auch daran liegen, dass Sie insgesamt zu viel Süßes oder Süßstoff zu sich nehmen. Denn das führt schnell zu einer Unterzuckerung. Bei Zuckerzufuhr wird die Insulinproduktion angeregt, Insulin wird ausgeschüttet. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel unter sein normales Niveau. Der Körper ist unterzuckert, obwohl er gerade erst etwas Süßes gegessen hat*. Also: Raus aus dem Teufelskreis!

Ständig Hunger: So essen Sie trotzdem nicht mehr, bleiben satt und nehmen nicht zu

Wenn Sie diese Tipps befolgen, bleiben Sie länger satt:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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