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Impfen mit Nebenwirkungen? So reagiert der menschliche Körper nach einer Impfung

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Von: Kristina Wagenlehner

Eine Frau erhält eine Spritze in den Oberarm (Symbolbild)

Die Nebenwirkungen einer Impfung sind in der Regel harmlos (Symbolbild) © avanti/imago-images

Der Körper verträgt einen Impfstoff in der Regel gut – dennoch sind Nebenwirkungen möglich. Welche das sind und wann Sie besonders acht geben sollten.

Köln – Was passiert nach dem Piks? Bei einer Impfung werden dem Körper schwache oder abgetötete Viren oder Bakterien verabreicht. Der Körper denkt, es handele sich um eine tatsächliche Infektion und entwickelt Abwehrstoffe. Der Geimpfte erlebt die Krankheit also in einer leichten Form. Er ist danach aber ähnlich geschützt, wie wenn er tatsächlich erkrankt wäre. Leichte Nebenwirkungen nach einer Impfung sind dementsprechend keine Seltenheit und zeigen, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert.

Impfung mit Nebenwirkung? Diese Reaktionen sind normal

Gespritzt wird der Impfstoff meist in einen Muskel, beispielsweise im Oberarm. Dass die Einstichstelle nach der Impfung leicht gerötet und geschwollen ist, ist eine natürliche und übliche Reaktion und tritt, je nach Impfstoff, in zwei bis 20 Prozent der Fälle auf. In der Regel verschwinden diese Reaktionen nach einigen Tagen wieder.

Bei einem bis zehn Prozent der Impfungen reagiert der Körper stärker. Dann kann es zu leichtem Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen oder auch Übelkeit und Durchfall kommen. Diese typischen Krankheitssymptome verschwinden aber meist nach ein bis zwei Tagen wieder, sind vor allem unangenehm aber in der Regel ungefährlich. Wenn Sie länger als einige Tage an Symptomen leiden oder diese außergewöhnlich stark auftreten, sollten sie allerdings eine Ärzt:in aufsuchen. Ansonsten sollten Sie sich laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von diesen kurzzeitigen Impfreaktionen nicht beunruhigen lassen:

Impfung mit Nebenwirkung? Starke Impfreaktionen sind heute nur noch selten

Impfstoffe sind mittlerweile sehr gut entwickelt und schwere Impfkomplikationen treten nur noch selten auf. Reagiert ein Geimpfter ungewöhnlich stark oder kommt es zu Komplikationen, meldet der Arzt das dem Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt leitet die Daten wiederum an das Paul-Ehrlich-Institut weiter. Jede außergewöhnliche Impfreaktion wird durch gesetzlich geregelte Meldesysteme sorgfältig analysiert und untersucht.

Impfung mit Nebenwirkung? Achtung bei einer Hühnereiweißallergie

Wer unter einer Hühnereiweißallergie leidet, sollte jedoch aufpassen, wenn sie oder er geimpft wird. Denn manche Impfstoffe wie der Gelbfieber- oder Grippeimpfstoff enthalten Hühnereiweiß und die Impfung kann zu einer allergischen Reaktion führen. Das passiert zwar selten, dennoch sollten Personen mit einer Hühnereiweißallergie während einer Impfung besonders beobachtet und diese gegebenenfalls im Krankenhaus durchgeführt werden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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