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Juckreiz im Winter: Fett und Feuchtigkeit beruhigen strapazierte Haut

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Neben Kälte ist es jetzt auch die Heizungsluft, die der Haut zu schaffen macht. Die richtige Pflege ist nun wichtig. Vorsicht auch beim Duschen und Baden.

Das Herbst- und Winterwetter mit Regen, Wind und kalter Luft kann der Haut schon zusetzen, besonders empfindlicher Haut wie bei Neurodermitis oder Schuppenflechte. Nicht nur bei Hitze, auch durch Kälte gibt die Haut vermehrt Feuchtigkeit ab, wie es die Apotheken Umschau berichtet. Kommt noch die niedrige Luftfeuchtigkeit hinzu, wird die Haut schneller trocken. Im Winter ist es gerade der Wechsel von kalter Luft und trockener Heizungsluft in Räumen, der die Schutzbarriere der Haut schwächt. Worauf Sie achten können, damit Ihre Haut an kalten Tagen weniger trocken ist und welche Pflege hilft.

Juckreiz im Winter: Was außer Kälte die Haut trocken werden lässt

Person unter der Dusche mit eingeseifter Haut.
Vorsicht bei übermäßiger oder falscher Pflege der Haut mit viel Seife im Winter. (Symbolbild) © George Mdivanian/Imago

Kalte, trockene Luft lässt auch die Haut trocken werden. Bei niedrigen Temperaturen verengen sich zudem die Blutgefäße, die Haut wird schlechter durchblutet und erhält weniger Nährstoffe. Dadurch wird ihre Schutzfunktion angegriffen.

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An kalten Tagen schwitzt man in der Regel weniger, sodass durch entsprechende Gewohnheiten bei der Körperpflege einiges getan werden kann, damit die Haut auch weniger trocken ist und ihre Schutzfunktion besser aufrechterhalten bleibt. Achten Sie beim Duschen und Baden darauf, dass Sie Ihre Haut gerade im Winter eher kurz und nicht zu heiß waschen. Denn heißes Wasser und zu viel Seife schädigen den Hautschutzmantel zusätzlich und lassen die Haut austrocknen, was wiederum zu Juckreiz führen kann.

Besser ist es auch, nicht den gesamten Körper großzügig einzuseifen, sondern vielmehr nur die Stellen, die täglich sauber und frisch gehalten werden sollten, wie Schambereich, Achselhöhlen sowie Füße. Lange Schaumbäder mit sehr warmen Wasser strapazieren die Haut und sollten grundsätzlich vermieden werden. Ein gelegentliches Wohlfühlbad von ca. 15 Minuten ist völlig in Ordnung, wenn das Wasser nicht wärmer als 39 Grad Celsius ist. Wenn Sie dabei noch ein rückfettendes Ölbad verwenden, umso besser, wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet.

Haut im Winter richtig pflegen: Mehr Fett, weniger Feuchtigkeit

Die in vielen Hautpflegeprodukten enthaltenen Mineralöle wie Paraffin halten die Haut zwar geschmeidig, doch dieses kann auf lange Sicht die Haut spröde und trocken werden lassen. Gerade Menschen mit empfindlicher Haut sollten Pflege ohne Paraffin sowie Farbstoffe, Duftstoffe oder Alkohol verwenden, da diese Zusätze die Haut reizen können.

Mandel-, Jojoba- und Weizenkeimöl sowie Sheabutter sind natürliche und gut verträgliche Alternativen. Denn gerade im Winter ist es sinnvoll, eher auf Hautpflegeprodukte zu setzen, die mehr Fett und weniger Feuchtigkeit enthalten. Je nachdem welcher Hauttyp Sie sind, können Wirkstoffe wie Panthenol, Pantothensäure, Allantoin und Vitamin E und rückfettend wirken und vor Trockenheit schützen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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