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Kopfläuse bei Kindern: Das hilft schnell und zuverlässig gegen die lästigen Blutsauger

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Von: Christine Pander

Kopfläuse im Kindergarten oder der Kita sind keine Seltenheit. Sie jucken unangenehm und es dauert eine ganze Weile, bis man sie wieder loswird. So verhindern Sie, dass sich die Krabbler ausbreiten.

Köln – Ist ein Kind in einer Kita oder einem Kindergarten von Läusen befallen, trifft es meist auch schnell andere Kinder: Die kleinen Krabbeltiere verbreiten sich fast immer von Kopf zu Kopf. Deshalb sollten betroffene Kinder solange zu Hause bleiben, bis sie absolut „läusefrei“ sind. Wichtig ist, dass umgehend die Einrichtung informiert wird, wenn das eigene Kind Läuse hat. Freunde und Bekannte, die mit dem Kind Kontakt hatten, sollten ebenfalls Bescheid wissen. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen auf seinem Portal „Gesundheitsinformation.de“ hin.

Kopfläuse: Sie lieben alle Köpfe

Kopfläuse sind winzige Parasiten, die sich im Haar einnisten und sich von Blut aus der Kopfhaut ernähren. Ihre Bisse können zu sehr starkem Juckreiz führen. Abgesehen davon übertragen sie keine Krankheiten und sind harmlos. Experten zufolge ist es außerdem ein Mythos anzunehmen, dass es sich Läuse nur auf schmuddeligen Köpfen gemütlich machen. Im Gegenteil: Ob die Haare sauber oder schmutzig sind, ist den Blutsaugern egal. Kopfläuse kann sich also jeder einfangen.

Mädchen stecken sich dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen zufolge etwas häufiger an als Jungen. Die Experten vermuten, dass es daran liegt, dass Mädchen häufiger und länger „die Köpfe zusammenstecken“ als Jungen. Die Haarlänge habe zwar keinen Einfluss auf das Ansteckungsrisiko, allerdings sei es in langen, dichten und lockigen Haaren schwerer, die Parasiten zu finden.

Mit diesen Symptomen machen sich die Krabbler auf der Kopfhaut bemerkbar:

Doch was tun, wenn es sich Läuse wirklich gemütlich auf dem Kopf gemacht haben? Reagieren! Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät, ein geeignetes Läusemittel anzuwenden. Welche Produkte in der Anwendung zuverlässig und geeignet sind, erfahren Sie beim Kinderarzt oder in der Apotheke. Meist erfordert es von den Eltern und auch den betroffenen Kindern Geduld bei der Anwendung, denn die meisten Mittel müssen mehrfach aufgetragen werden.

Nach der jeweiligen Anwendung müssen die Haare mit einem Läusekamm nass ausgekämmt werden. Am achten oder neunten Tag nach der ersten Anwendung wird die Prozedur meist noch einmal wiederholt. Das ist bei Kopfläusen notwendig, um die sogenannten Nymphen, also die Jungläuse, die aus Eiern nachschlüpfen könnten, sicher zu beseitigen. 

Kopfläuse: Diese Gegenstände sollten gereinigt werden

Eine Übertragung von Läusen über Gegenstände ist übrigens eher unwahrscheinlich, weil Kopfläuse abseits der Kopfhaut nicht lange überleben. Ganz auszuschließen ist es aber auch nicht, daher schadet es nicht, auf Nummer sicher zu gehen. Betroffene sollten dann darauf achten, dass Mützen, Schals und Bürsten, die das Kind benutzt hat, nicht von anderen verwendet werden.

Als SOS-Maßnahmen gegen Läuse hilft außerdem, folgende Gegenstände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen:

Ein Tipp: Stofftieren und Kleidung, die nicht bei 60 Grad gewaschen werden können, werden wieder läusefrei, wenn sie drei Tage in einer Plastiktüte verschlossen aufbewahrt werden. Ohne Nahrung sterben die Läuse dann ab. Ob Sie sich Läuse auch bei der nächsten Urlaubsreise am Flugzeugsitz holen können, erfahren Sie hier.* (Mit Material von dpa).

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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