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Krankschreibung telefonisch: Wegen Corona bis Ende Mai 2022 verlängert

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Von: Judith Braun

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Bis Ende Mai 2022 ist eine Krankmeldung beim Hausarzt telefonisch möglich. Um das Ansteckungsrisiko mit Corona zu senken und Praxen zu entlasten.

München – Seit Oktober 2020 ist es möglich, sich wegen Erkältungsbeschwerden vom Hausarzt telefonisch krankschreiben zu lassen. Diese Regelung wurde während der Corona-Pandemie eingeführt. Das Ziel dieses Vorgehens war es, das Ansteckungsrisiko in Wartezimmern zu senken und Arztpraxen hinsichtlich der Corona-Infektionszahlen zu entlasten.

Krankschreibung telefonisch: Wegen Corona bis Ende Mai 2022 verlängert

Ursprünglich galt die Regel bis Ende März 2022 und wäre somit inzwischen ausgelaufen. Nun wurde sie allerdings bis Ende Mai 2022 verlängert. Im Falle einer telefonischen Krankmeldung kann der Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) für bis zu maximal sieben Tagen ausstellen. Diese kann einmalig ebenfalls per Telefon für maximal weitere sieben Tage verlängert werden. Sollten Sie bereits früher wieder gesund sein und trotz Krankschreibung arbeiten wollen oder müssen, dann gibt es hier vor allem für Chefs ein paar Dinge zu beachten.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Telefon oder Videosprechstunde

Zusätzlich bieten manche Arztpraxen auch Videosprechstunden an, in denen Sie ebenfalls eine Krankenschreibung erhalten können. Allerdings müssen Sie in der Praxis persönlich bekannt sein und vorher bereits dort behandelt worden sein. In der Videosprechstunde muss Ihr Arzt dann Ihre Arbeitsunfähigkeit feststellen können, um Ihnen eine AU für maximal sieben Tage ausstellen zu können. Anders als am Telefon müssen Sie für eine Folgebescheinigung dann wieder in die Praxis kommen. Dabei liegt die Entscheidung beim Mediziner, ob er Sie krankschreibt oder nicht. Ein Recht darauf haben Patienten nicht.

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Patienten mit Covid-19-Symptomen sollen sich telefonisch beim Arzt melden

Personen, die Symptome einer Covid-19-Erkrankung aufweisen oder Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, sollen den Gang in die Praxis vermeiden und zunächst telefonisch Kontakt mit ihrem Arzt aufnehmen. Dieser kann dann das weitere Vorgehen mit dem Patienten besprechen. Doch wie kommt die AU dann zu Ihnen bzw. Ihrem Arbeitgeber?

Arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung liegt neben einem Stetoskop. (Symbolbild)
Bis Ende Mai 2022 ist eine Krankmeldung beim Arzt auch telefonisch möglich. (Symbolbild) © McPHOTO/B. Leitner/IMAGO

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Praxis übermittelt in Zukunft an Arbeitgeber

Seit 1. Oktober 2021 gibt es die sogenannte elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Praxen können sie per E-Mail direkt an die Krankenkasse und spätestens ab dem 1. Juli 2022 auch an den Arbeitgeber des Patienten übermitteln. Bis dahin können Sie die Krankschreibung, zu der noch immer mehrere Irrtümer kursieren*, beispielsweise zu Hause ausdrucken und selbst an Ihren Arbeitgeber weiterleiten.

Für die Abrechnung muss das Praxis-Team außerdem normalerweise bei Ihrem ersten Besuch im Quartal Ihre Versichertenkarte einlesen. Bei einer Krankmeldung per Telefon oder Videocall können die Daten jedoch aus Ihrer Patientenkartei entnommen werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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