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Lachs in der Stiftung Warentest: Die besten gibt’s beim Discounter

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Von: Kristina Wagenlehner

Lachsfilet mit Pfeffer, Zitrone und Thymian. (Symbolbild)
Lachs ist eine gute Eiweiß-, Jod- und Vitamin-D-Quelle. (Symbolbild) © Isai Hernandez/Imago

Lachs war mal eine Delikatesse, mittlerweile ist er der meistverzehrte Fisch Deutschlands. Stiftung Warentest hat geprüft, ob darunter die Qualität leidet.

Frankfurt am Main – In Sushi, zu Nudeln oder als Filet – die Deutschen lieben Lachs. Kein anderer Fisch wird mehr gegessen. Die Nachfrage hat zu einer massenhaften Zucht und zu bedrohten Wildbeständen geführt. Stiftung Warentest wollte in ihrem aktuellen Test herausfinden, ob mit der Massenproduktion die Qualität des Fisches auf der Strecke blieb.

Lachs in der Stiftung Warentest: Wie die Fische abschnitten

Im Test waren 25 Lachsfilets, von denen 20 „gut“ und vier „befriedigend“ waren. Nur eines fiel in die Kategorie „ausreichend“. Geprüft wurden Zucht- und Wild­fisch. Und zwar frisch, gekühlt oder tief­gefroren.

Geschmacklich haben Stiftung Warentest zwei frische gekühlte Zuchtlachsfilets überzeugt. Sie bekamen im sensorischen Urteil die Note „sehr gut“: Lidl Fischer­stolz und Profish von Real. Wobei Fischerstolz von Lidl mit 15 Euro je Kilo deutlich günstiger ist als der Profish von Real für 22 Euro. Doch auch die anderen untersuchten gekühlten Fachfilets waren gut und sind in der Regel günstiger als tief­gefrorene Zucht­lachs­filets. Die besten TK-Lachse stammten aus biologischer Aufzucht von Aldi Nord Gut Bio (30 Euro) und Edeka Bio (27,20 Euro). Der teuerste Wildlachs, der geschmacklich keine Mängel aufwies, war von Costa für 26,40 Euro pro Kilo.

Geschmacklich wiesen jedoch einige Produkte Mängel auf: Lachs von Edeka Gut & Günstig roch leicht fischig. Der Geruch deutet auf mangelnde Frische hin.* Außerdem schmeckten die beiden Produkte von Rewe, Rewe Ja Wildlachsfilets und Rewe Ja Lachsfilets, etwas bitter und hatten Gräten. Mit Keimen war allerdings kein Fisch belastet. Bei den Fischen aus Wildfang vermissten die Tester die typische Lachs­note.

Lachs im Stiftung Warentest: Der Antibiotika-Gehalt überrascht

Im Test wurden alle Fische auf Schadstoffe wie Queck­silber, Kadmium, Blei oder Pflanzen­schutz­mitteln untersucht. Das Ergebnis: Es wurden keine nennenswerten Mengen von Schadstoffen gefunden. Rückstände von Antibiotika wurden ebenso wenig nachgewiesen. Der Grund, der dabei eine große Rolle spielt ist, dass Fische deutlich mehr geimpft werden als früher. Dadurch werden deutlich weniger Antibiotika eingesetzt.

Parasiten im Wildlachs? Ja, aber keine Sorge. Vor allem Wildlachs aus dem Pazifik ist häufig von Nema­todenlarven befallen. Die Fadenwürmer sind mit dem Auge nicht erkennbar und sterben, wenn Fisch gefroren, gegart oder gesalzen wird. TK-Lachs birgt also keine Gefahr.

Lachs im Stiftung Warentest: Die Ergebnisse im Überblick

Wildlachs ist zwar oft günstiger, schnitt im Vergleich zu den anderen aber geschmacklich schlechter ab. Das sind Ergebnisse der getesteten Wildlachs-Produkte:

Vor allem Zuchtlachse aus Aquakulturen überzeugten:

Auch tiefgekühlte Produkte waren oft „gut“, allerdings befanden sich auch zwei der drei Testverlierern in dieser Kategorie:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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