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Arzneimittel richtig aufbewahren: Welche Medikamente in den Kühlschrank gehören

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Von: Jasmina Deshmeh

Eine Notfalldose mit Medikamenten steht in der Kühlschranktür (Symbobild)
Bestimmte Medikamente müssen zwischen zwei und acht Grad Celsius aufbewahrt werden und gehören damit in den Kühlschrank (Symbolbild) © Friedrich Stark/imago-images

Medikamente sind empfindliche Produkte, deren Qualität und Wirkung durch falsche Lagerung schnell nachlassen werden kann. Welche Mittel Sie deshalb am besten in den Kühlschrank stellen, erfahren Sie hier.

Bonn – Arzneimittel sind empfindlich: Eine zu hohe Feuchtigkeit, zu hohe oder zu tiefe Lagertemperaturen, Licht oder eine unsachgemäße Entnahme können ihre Qualität beeinflussen. Sind Medikamente einmal verfallen, verlieren sie nicht nur ihre Wirksamkeit, sie können auch gesundheitsbedenkliche Abbauprodukte enthalten. Eine richtige Lagerung ist deshalb besonders wichtig und garantiert, dass die Mittel bis zum Ablauf ihres Verfallsdatums verwendbar sind.

Medikamente aufbewahren: Hinweise auf Packungsbeilage beachten

Wie ein Medikament sachgerecht aufbewahrt wird, lässt sich der Verpackung und der Packungsbeilage entnehmen. Diese Angaben sind vom Hersteller und den entsprechenden Behörden geprüft. Wer diese Hinweise beachtet, kann davon ausgehen, dass das Mittel bis zum Ablauf des Verfallsdatums angewendet werden kann.

Die Verpackung sollte dabei nie entsorgt werden. Das gilt auch für die Faltschachtel, denn sie schützt das Medikament vor äußeren Einflüssen wie Licht. Egal, welche Lagertemperatur für das Medikament angeben ist: Setzen Sie es nie großer Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung aus. Auch das Bad eignet sich für die Lagerung nicht, da die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit stark schwanken.

Bestimmte Wirkstoffe müssen zwischen zwei und acht Grad Celsius gelagert werden, weshalb man sie am besten in den Kühlschrank stellt. Dazu zählen:

Medikamente aufbewahren: Am besten im Gemüsefach

Eine gleichmäßig kühle Temperatur herrscht vor allem im Gemüsefach, weshalb es sich auch besonders gut für die Aufbewahrung von Medikamenten eignet. Die Kühlschranktür, die viele gerne für Arzneimittel nutzen, ist dagegen eher ungeeignet, da sie oft geöffnet wird und die Temperaturen entsprechend schwanken.

Achten Sie darauf, dass das Medikament nicht mit der Kühlschrankwand in Berührung kommt, die Verpackung könnte sonst aufweichen. Im Tiefkühlfach würde es wiederum einfrieren und womöglich seine Wirkung verlieren – außer eine tiefgekühlte Lagerung (bei -18 Grad) ist ausdrücklich vorgeschrieben.

Medikamente aufbewahren: Woran erkenne ich, dass sie nicht mehr verwendbar sind?

Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie ein Arzneimittel richtig aufbewahrt haben, sollten Sie auf folgende Verfalls-Anzeichen achten:

Zeigt das Medikament eine der beschriebenen Eigenschaften, dann ab in den Müll damit! Einzige Ausnahme: Das Mittel darf laut Packungsbeilage nicht in den Restmüll, dann gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, es in Apotheken zurückzugeben. Fragen Sie im Zweifel bei einer Apothekerin oder einem Apotheker nach.

Nicht immer ist für Laien erkennbar, ob ein Medikament verfallen ist. Nutzen Sie die Präparate deshalb auf keinen Fall nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteur:innen leider nicht beantwortet werden.

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