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Denkfehler beim Mehl? Typen kennzeichnen nicht die Mahlung

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Von: Laura Knops

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Die meisten Backwaren werden mit Weißmehl zubereitet. Dabei gibt es viele Alternativen. Welche Mehltypen es gibt und wie gesund diese sind.

Bonn – Mehl 405, 550, 1050 oder doch lieber gleich Vollkornmehl? Egal ob beim Backen oder Kochen, das klassische Weizenmehl ist ein fester Bestandteil in der Küche. Aber auch Sorten wie Dinkel und Roggen werden häufig verwendet. Welches Mehl wofür geeignet ist, wird dabei mit der sogenannten Typennummer gekennzeichnet. Anders als viele glauben, geben die Zahlen auf dem Mehl allerdings nicht die Feinheit der Mahlung an, sondern wie hoch der Nährstoffgehalt ist. Je nachdem, welches Mehl verwendet wurde, sind Backwaren und Co. also gesünder oder weniger gesund. Welche Mehltypen es gibt und welche Mehlsorte wofür geeignet ist, erfahren Sie hier.

Welches Mehl ist wofür? Mehltypen und was die Zahlen bedeuten

Durch das Vermahlen und Zerkleinern von Getreidekörnern wird Mehl gewonnen. Die Qualität und der Geschmack des Mehls hängen dabei nicht nur von der Art des Getreides ab, sondern auch davon, welche Teile des Getreidekorns in das Mehl gelangen. Vollkornmehl beinhaltet das Gesamtkorn, bestehend aus einem Mehlkörper, dem Keimling und den Schalen. Da es alle Mineralstoffe des Getreidekorns beinhaltet, besitzt es keine Typenzahl. Bei der Produktion von Weißmehl, auch Auszugsmehl genannt, werden hingegen die äußeren Randschichten und der Keimling abgetrennt. Dadurch werden dem Mehl die darin enthaltenen wertvollen Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe entzogen. 

Eine Frau backt mit Mehl und Eiern (Symbolbild).
Nicht jedes Mehl ist zum Backen gleichermaßen geeignet (Symbolbild). © Valeria Schettino/Imago

Die Typenzahl beschreibt somit die in 100 Gramm Mehl enthaltenen Mineralstoffe in Milligramm. WM 550 beispielsweise ist ein Weizenmehl, welches einen Mineralstoffgehalt von 550 Milligramm pro 100 Gramm Mehl aufweist. Je höher die Typenzahl ist, desto mehr wertvolle Mineral- und Ballaststoffe sind somit noch im Mehl enthalten.

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Diese Mehltypen gibt es

Egal ob aus dem Supermarkt, Reformhaus oder dem Wochenmarkt, entscheidend für ihren Einkauf ist auch, was Sie mit dem Mehl vorhaben.

Diese verschiedenen Weizenmehle gibt es auf dem Markt:

Zudem finden Sie diese Roggenmehltypen:

Doch welche Typenzahl ist nun die Richtige? Grundsätzlich gilt: Je höher die Typenzahl, desto gesünder ist das Mehl. Denn eine höhere Typenzahl weist auf einen reichhaltigeren Mineral- und Ballaststoffgehalt hin. Ballaststoffe verlängern die Verweildauer im Darm und erhöhen die Darmaktivität

Welchen Mehltypen Sie für ihren Teig benötigen

Durch den Mineralstoffgehalt ändert sich allerdings auch die Koch- und Backeigenschaft des Mehls. Nicht jedes Mehl kann daher zum Brot- und Kuchenbacken verwendet werden:

Eine dunkle Färbung von Brötchen und Backwaren können Hersteller allerdings auch durch färbende Zusatzstoffe wie Backmalz oder eine längere Backzeit erzielen. Aus diesem Grund sollten Sie beim Einkauf immer genau auf die Inhaltsstoffe achten. Nur so landen am Ende des Tages auch möglichst viele gesunde Mineral- und Ballaststoffe auf dem Teller.*24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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