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Motivationsloch im Sport: Wie Sie mit „Rocky“ wieder rauskommen

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Von: Kristina Wagenlehner

„Ich kann heute nicht zum Sport, mein Meerschwein hat gepupst.“ Wer solche Ausreden findet, steckt wohl in einem Motivationsloch. Mit diesen Tipps krabbeln Sie wieder hinaus.

Berlin/Köln – Es lebe der Sport! Er ist gesund und macht uns hart – soweit die Theorie von Rainhard Fendrich. Die Praxis sieht oft eher so aus: Keine Lust, das Wetter schlecht und überhaupt. Der Schweinehund hat sich fest in unsere Waden verbissen, das Motivationsloch ist so tief wie der Mariannengraben. Wie kommen wir da je wieder heraus?

Motivationsloch im Sport: Warum wir keine Lust mehr haben

Gerade zu Beginn des Trainings ist man oft top motiviert. Doch nach einigen Wochen verstaubt der Stepper in der Ecke, das Theraband hängt traurig im Badezimmer und die Wampe ist auch nicht kleiner geworden. Sind wir einfach doch zu faul? I wo! „Die wenigstens hören wieder mit dem Sport auf, weil sie faul sind“, sagt Luise Walther, Personal Trainerin aus Berlin. Das Problem ist eher, dass man gar nicht weiß warum, man Sport treiben möchte. „Nur wer weiß, aus welcher Motivation heraus er Sport treibt, kann sich diese Motivation wieder ins Gedächtnis rufen, wenn er einen Durchhänger hat – oder die Durststrecke ganz umgehen.“

Motivationsloch im Sport: Motivation konkret formulieren

Wer genau weiß, wofür er oder sie dreimal die Woche im Park schwitzt, kann sich diese Motivation ins Gedächtnis rufen. Wichtig ist dabei, sich ein Ziel zu setzen oder seine Motivation ganz konkret werden zu lassen. Die Motivation „Ich möchte gesünder sein“ ist laut Walther nicht besonders geeignet. Besser sei es, sich bewusst zu machen, was genau am Sport gesund ist – also beispielsweise der Muskelaufbau, der Rückenschmerzen vorbeugt. Wer dann einen Durchhänger könnte sich dann sagen: „Ich möchte starke Rückenmuskeln haben, damit ich keinen Bandscheibenvorfall bekomme. Dafür muss ich trainieren.“ Auch emotionale Gründe können enorm motivieren. Zum Beispiel: „Ich möchte mit meinen Enkeln ohne Schmerzen im Garten spielen.“

Um kleinere Sportverletzung wie harte Waden zu vermeiden, sollten Sie Ihr Training nie mit einem Kaltstart beginnen und ausgleichende Sportarten wie Yin Yoga betreiben. Auch die richtige Trainingsdosis vor allem, wenn Sie Sportanfänger sind* sollten Sie beachten.

Motivationsloch im Sport: Spaß und Routinen siegen

„Zentral ist es, dass ich meinen Sport mit Genuss und Freude betreibe“, sagt Jens Kleinert, Sportpsychologe an der Deutschen Sporthochschule Köln. Wer sich immer dazu zwingen muss und keine positiven Gefühle mit der Bewegung verbindet, der höre früher oder später auf. Die Gründe warum man Sport treiben möchte, können sich aber auch ändern. Am Anfang kann es sein, weil man ein paar Kilo abnehmen möchte, dann weil man seine Freunde einmal in der Woche sehen möchte.

Routinen und feste Zeiten können unterstützen, das Training gar nicht erst infrage zu stellen. „Routine ist sehr wichtig. Irgendwann ist das mit dem Sport wie mit dem Zähneputzen“, sagt Fitnessbloggerin, Mentaltrainerin und Autorin Klara Fuchs. Dann brauche man zum Einschlafen den Geschmack von Pfefferminze.

Motivationsloch im Sport: SOS- und Erste-Hilfe-Tipps

Wenn der Schweinhund uns trotz fest formulierter und konkreter Motivation scheinbar am Sofa festkettet, können diese SOS- und Erste-Hilfe-Tipps helfen.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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