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Obstallergie: Wenn es danach im Mund juckt und kribbelt

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Von: Kristina Wagenlehner

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Ein Mädchen steht vor einem Pfirsichbaum, beißt in einen Pfirsich und trägt eine Frucht. (Symbolbild)
Steckt etwa eine Obstallergie dahinter, wenn es nach dem Verzehr im Mund juckt? (Symbolbild) © Agefotostock/Imago

Sie haben gerade einen Apfel gegessen und plötzlich kribbeln die Lippen und es juckt im Hals? Dann könnte eine Obstallergie dahinterstecken.

Mönchengladbach – Gerade im Sommer ist frisches Obst doch etwas Feines. Pfirsiche, Erdbeeren oder Kirschen erfreuen den süßen Gaumen. Doch nicht jeden. Manche Personen spüren nach dem Schmaus Ameisen, die über die Lippen laufen und im Rachen juckt und kratzt es. Was ist da los? Könnte eine Obstallergie dahinter stecken?

Obstallergie: Wenn es danach im Mund juckt und kribbelt

Manche Personen entwickeln nach dem Verzehr von rohen Äpfeln, Kirschen, Pfirsichen, Erdbeeren, Kiwis oder auch Möhren allergische Symptome. Zu den Beschwerden gehören:

Wer diese Symptome nach dem Verzehr eines Obstsalats entwickelt, ist jedoch nicht von einer Obstallergie betroffen. Die gibt es nicht. Davon abzugrenzen, ist auch die Fructoseintoleranz. Hier handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern Betroffene bekommen von Lebensmittel die Fruchtzucker enthalten Verdauungsprobleme, weil der Körper die Fructose kaum oder gar nicht verwerten kann.

Obstallergie? Warum der Körper fälschlicherweise allergisch reagiert

Die Ursache der allergischen Reaktion nach dem Verzehr von bestimmtem Obst und Gemüse ist eine Kreuzreaktion einer bereits vorhandenen Pollenallergie. Davon betroffen sind laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (daab) mehr als die Hälfte der 18 Millionen Pollenallergiker in Deutschland. Für sie beginnt mit dem Pollenflug die Zeit des Verzichts, denn viele Obst- und Gemüsesorten bereiten ihnen Probleme. Woran liegt das?

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Bei einer Kreuzreaktion kann der Körper die allergieauslösenden Stoffe nicht unterscheiden.* Einfach gesprochen: Er denkt, die Inhaltsstoffe des Apfels wären Birkenpollen, auf die er allergisch ist. Das passiert manchmal, wenn sich die Struktur der Stoffe ähneln, wie es bei Birkenpolle und Apfel der Fall ist. Personen, die auf diese Pollen allergisch reagieren, können nach dem Verzehr von Äpfeln allergische Symptome entwickeln. Doch Kreuzreaktionen gibt es nicht nur bei einer Pollenallergie. Sie sind auch bei einer Allergie auf Hausmilben oder Naturlatex bekannt.

Obstallergie? Wie Betroffene damit umgehen können

Allergiker, die Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln aufweisen, haben es nicht leicht. Wie stark der Körper auf die Doppelgänger reagiert, ist höchst individuell. Nicht jeder, der auf Birkenpollen allergisch reagiert, muss für immer alle Äpfel meiden. Eine Rolle spielt auch die Sorte der Frucht (alte oder neue Apfelsorte*), die Verarbeitung und die Menge. Wenn Sie von einer Pollenallergie betroffen sind, sollten sie daher beim Verzehr von Obst und Gemüse darauf achten, ob Sie allergische Symptome entwickeln. Wenn ein Allergiker über mögliche Kreuzreaktionen nicht Bescheid weiß oder die Symptome nicht einordnen kann, kann es gefährlich werden. Im schlimmsten Fall droht ein allergischer Schock. Hilfe können sich Allergiker beispielsweise im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung holen, empfiehlt der daab. *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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