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Öko-Test über Kichererbsen: Diese Bio-Marken können überzeugen – welche mit Glyphosat belastet sind

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Von: Laura Knops

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Kichererbsen in einem Vorratsglas stehen auf einem hölzernen Untergrund (Symbolbild).
Kichererbsen sind beliebt, laut Öko-Test jedoch nicht immer gesund (Symbolbild). © IMAGO / agefotostock

Kichererbsen sind ein wertvoller Eiweißlieferant. Doch nicht immer können die Hülsenfrüchte bedenkenlos verzehrt werden. Einige Produkte sind mit Glyphosat belastet.

Frankfurt am Main – Kichererbsen sind reich an hochwertigem pflanzlichen Eiweiß, enthalten zahlreiche Nährstoffe wie Eisen und Zink und lassen sich zudem vielfältig in der Küche einsetzen. Damit sind die Hülsenfrüchte nicht nur für Vegetarier und Veganer eine geeignete Proteinquelle. Da Kichererbsen zudem eine Menge Ballaststoffe enthalten, unterstützen sie auf natürliche Weise die Darmgesundheit und das Immunsystem. Eine Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test zeigt nun jedoch: Nicht immer sind Kichererbsen bedenkenlos zu verzehren. Obwohl die meisten Produkte gut abschneiden, konnten die Experten in einigen Rückstände von Glyphosat und anderen Pestiziden entdecken.

Kichererbsen im Öko-Test: Diese Bio-Marken können überzeugen – einige Produkte mit Glyphosat belastet

Insgesamt 20 verschiedene Kichererbsen-Marken haben die Tester unter die Lupe genommen. Darunter sowohl Produkte aus dem Supermarkt als auch bekannte Bio-Marken. Besonderes Augenmerk legte Öko-Test dabei auf Verunreinigungen durch Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat sowie verschiedene Bienengifte. Zudem wurden die Kichererbsen im Labor auch auf Rückstände von Mineralöl und Schwermetallen wie Arsen, Nickel und Kadmium analysiert.

Das Ergebnis des Öko-Tests kann sich sehen lassen: Mehr als die Hälfte der untersuchten Hülsenfrüchte können Verbraucher bedenkenlos essen. Immerhin 14 Produkte sind frei von Pestiziden und erhalten die Bestnote „sehr gut“.

Kichererbsen im Öko-Test: Diese Produkte sind empfehlenswert

Sorgen bereiteten den Öko-Test-Experten vor allem die gefundenen Rückstände von Pestiziden. In sechs Produkten fanden die Tester dabei Spuren des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat. Wie ungesund das Mittel tatsächlich ist, bleibt umstritten. Während die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstuft, geht die europäische Chemikalienagentur (ECHA) von keinem Krebsverdacht aus. Fakt ist jedoch, dass das Pestizid erhebliche Auswirkungen auf das Öko-System hat. Als sogenanntes Totalherbizid tötet es laut Bundesumweltministerin Svenja Schulze „alles ab, was grün ist, und entzieht Insekten damit die Lebensgrundlage“.

Folgende Kichererbsen sollten Verbraucher aufgrund von Glyphosat-Spuren daher lieber meiden:

Kichererbsen im Öko-Test: Diese Produkte sind empfehlenswert

Neben dem umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel fanden die Tester in einigen Produkten weitere Pestizide. So konnten das beauftragte Labor in den K-Classic Kichererbsen von Kaufland und den Suntat Kichererbsen das Insektengift 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D) in kritischen Mengen nachweisen. Dieser Stoff gilt nach Angaben der IARC als möglicherweise krebserregend und wird von der europäischen Behörde als gewässergefährdend eingestuft.

Bedenklich sind darüber hinaus Rückstände von des Spritzmittels Pirimiphos-methyl in den Kaufland-Kichererbsen. Auch dieses Pestizid gilt als sehr giftig für Lebewesen in Gewässern und Insekten wie Bienen. Die gute Nachricht: Kaufland hat inzwischen reagiert und vorsorglich die betroffene Charge aus dem Verkauf genommen.

Kichererbsen im Öko-Test: Diese Produkte sind empfehlenswert

Die gute Nachricht: Besonders Bio-Kichererbsen konnten im Test glänzen.* So sind fast alle Produkte aus biologischem Anbau laut den Experten von Öko-Test empfehlenswert. Doch auch konventionell angebaute Kichererbsen aus dem Discounter konnten im Text überzeugen. Darunter:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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