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Öko-Test untersucht Babyflaschen: Auf diese Produkte sollen Eltern besser verzichten

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Von: Laura Knops

Ein Vater hält seinem Kind eine Babyflasche an den Mund (Symbolbild).
Schadstoffe haben in Babyflaschen nichts zu suchen (Symbolbild). © IMAGO / Westend61

Produkte für Kinder dürfen keine Schadstoffe enthalten. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat daher 20 Flaschen für Babys und Kleinkinder genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist überwiegend erfreulich. Von manchen Flaschen sollten Eltern aber besser die Finger lassen.

Frankfurt am Main – Egal ob Kunststoff, Glas oder Edelstahl – Während Babyfläschchen früher meist aus Plastik hergestellt wurden, haben Eltern mittlerweile beim Material der Babyfläschchen die Qual der Wahl. Doch sind die Modelle auch wirklich frei von Schadstoffen? Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat nun 20 Flaschen speziell für Babys auf problematische Inhaltsstoffe wie Bisphenol A, Blei und Weichmacher untersucht. Das Testergebnis zeigt: Die meisten Produkte sind laut den Experten empfehlenswert.

Babyflaschen im Öko-Test: Auf diese Produkte sollten Eltern besser verzichten

Die gute Nachricht vorweg: Hersteller von Babyflaschen machen einiges richtig. Denn fast alle der getesteten Produkte sind „gut“ oder „sehr gut“. Besonders erfreulich ist, dass die Laboranalyse weder schädliches Bisphenol A noch Weichmacher in den Flaschen nachweisen konnte.

Bereits seit einigen Jahren ist Bisphenol A nicht mehr zur Herstellung von Babyflaschen und anderen Produkten für Kinder und Babys erlaubt. Grund dafür ist, dass Bisphenol A hormonell wirksam ist und daher nichts in Trinkflaschen zu suchen hat. Im aktuellen Öko-Test bestehen alle Kunststoffflaschen aus Polypropylen, dass laut Testern keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthält.

Babyflaschen im Öko-Test: Auf diese Produkte sollten Eltern besser verzichten

Ein weiterer Kritikpunkt der Tester: Mikroplastik in Kunststoffflaschen. Welche Auswirkungen Mikroplastik auf die Gesundheit hat, ist bislang noch nicht bekannt*, wie auch ruhr24.de bereits berichtete. Eine aktuelle Studie des Trinity College in Dublin zeigte jedoch, dass die meisten Babyflaschen aus Polypropylen unter Hitze - etwa nach dem Sterilisieren, durch Erhitzen in der Mikrowelle oder durch Einfüllen von heißem Wasser - große Mengen Mikroplastik abgeben. Laut den Forschern könnten Säuglinge dadurch über eine Million der winzigen Partikelteilchen pro Tag zu sich nehmen.

Da sich Mikroplastik allerdings nicht mit standardisierten Methoden nachweisen lässt, bleibt weiterhin unklar, wie viel davon sich tatsächlich aus Plastik-Babyflaschen löst. Wer zu Modellen aus Glas oder Edelstahl greift, kann dem gefährlichen Mikroplastik jedoch einfach aus dem Weg gehen.

Babyflaschen im Öko-Test: Blei an Flaschen nachgewiesen

Ebenfalls kritisieren die Tester drei Glasflaschen aufgrund von Blei-Rückständen. Blei kann durch die Farbe des Dekors oder Skalierungen in die Flaschen gelangen. Das ist allerdings eher unwahrscheinlich, da der Dekor in der Regel nicht mit dem Flascheninhalt in Kontakt kommt. Der Stoff gilt jedoch als Nervengift und gehört daher nicht auf ein Kinderprodukt.

Die beste Wahl sind laut Öko-Test Flaschen aus Glas. Diese sind nach Angaben der Experten nicht nur hygienischer als Kunststoff-Babyflaschen, sondern auch umweltfreundlicher und besonders langlebig.

Babyflaschen im Öko-Test: Das sind die Testsieger

14 Babyflaschen erhalten die Bestnote „sehr gut“ und sind laut den Experten zu empfehlen. Folgende Flaschen zählen zu den Testsiegern im Öko-Test:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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