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Mundschutz wiederverwenden: Diese Fehler sollten Sie beim Reinigen unbedingt vermeiden

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Von: Laura Knops

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Mund-Nasen-Schutz: Zum Schutz vor Corona-Viren gilt an vielen Orten eine Mundschutzpflicht. Um die Masken mehrfach nutzen zu können, sollten Verbraucher diese hilfreichen Tipps beachten. 

Frankfurt am Main – Egal ob Alltagsmaske, medizinisches Produkt oder FFP2-Mundschutz – Viele Menschen verwenden ihren Schutzmasken immer wieder. Den Mundschutz zwischen dem Tragen einfach liegen zu lassen, reicht allerdings nicht aus. Denn nur wer den Mund-Nasen-Schutz regelmäßig reinigt und auswechselt, kann sich und seine Mitmenschen wirksam vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen. Warum Verbraucher im Umgang mit den Masken besonders sorgfältig sein sollten und was man beim Waschen unbedingt beachten sollte.

Mundschutz wiederverwenden? Diese Fehler sollte man beim Reinigen unbedingt vermeiden

Neben dem Waschen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Alltagsmasken hygienisch zu reinigen. So kann der Mundschutz ebenfalls im Backofen erhitzt werden. Laut Öko-Test sterben die Viren bereits ab einer Temperatur von 70 Grad ab. Allerdings nur, wenn sie lange genug „gebacken“ werden. Rund 30 Minuten lang sollten die Masken daher im Backofen bleiben. Schmutz, Make-up-Reste und Gerüche werden jedoch dabei nicht entfernt. Ähnlich wirksam ist das Bügeln der Masken bei hohen Temperaturen.

Alltagsmasken kann man alternativ auch in der Mikrowelle erhitzen. Diese Methode ist nicht nur sehr unkompliziert, sondern auch eine der schnellsten. Verbraucher sollten allerdings darauf achten, dass der Mundschutz keine Kunststoffteile enthält. Diese können bei den hohen Temperaturen im Inneren der Mikrowelle schmelzen. Zudem dürfen keinesfalls Metallelemente in die Mikrowelle gelangen.

Mundschutz reinigen: Alltagsmasken waschen und desinfizieren

Selbst genähte Schutzmasken für Mund und Nase sollten regelmäßig gewaschen werden*. Dazu den Mundschutz bei 60 Grad mit einem normalen Vollwaschmittel in die Waschmaschine geben. Ab dieser Temperatur werden die Viren abgetötet. Nicht geeignet sind laut dem Verbrauchermagazin Öko-Test dagegen Eco- und Sparprogramme.

Zudem lassen sich die Alltagsmasken auch von Hand waschen:

  1. Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen und danach in einen Kochtopf geben.
  2. Maske dazu legen und mit ausreichend kochendem Wasser bedecke.
  3. Schutzmaske mindestens zehn Minuten einweichen.
  4. Anschließend die Maske kalt auswaschen und ausreichend trocknen lassen.

Mundschutz reinigen: FFP2-Masken gehören nicht in die Waschmaschine

Wer eine FFP2-Maske trägt, schützt sich und andere vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Doch die Masken sind nicht nur teurer als ein normaler Mund-Nasen-Schutz, sondern müssen auch nach jedem Gebrauch ausgetauscht werden. So handelt es sich bei den FFP2-Masken eigentlich um Wegwerfprodukte, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ausdrücklich hinweist.

Da das im Alltag vieler Menschen jedoch unrealistisch ist, haben Forscher die Wiederverwendbarkeit der speziellen Masken untersucht. Laut einer aktuellen Studie der Fachhochschule (FH) Münster können die Masken so unter bestimmten Bedingungen auch mehrmals getragen werden. Während FFP2-Masken weder in die Waschmaschine noch in der Mikrowelle gehören, können sie im Backofen bei 80 Grad (Ober- und Unterhitze) für 60 Minuten desinfiziert werden. Wer die FFP2-Masken wiederverwenden möchte, sollte diese nach dem Tragen vollständig trocknen. Das geht am Besten, wenn die Maske aufgehängt, sodass sie von allen Seiten lüften kann.*merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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