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„Öko-Test“: Veganer Wurst-Ersatz enthält ungesunde Zusatzstoffe

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Von: Ines Alms

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„Öko-Test“ hat veganen Wurst-Ersatz untersucht: Die meisten Marken enthalten Mineralöl, umstrittene Zusatzstoffe wie Carrageen und zu viel Salz.

Frankfurt/Main – Veganer Wurst-Ersatz hat in der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 4/2022) schlechte Noten bekommen. In den Aufschnitten steckt zwar kein Fleisch, dafür aber meist eine Menge unerwünschter anderer Stoffe. Es fanden sich Bestandteile von Mineralöl sowie relativ viele und teils umstrittene Zusatzstoffe wie das Verdickungsmittel Carrageen. Außerdem enthält ein Großteil der Marken eine unnötige Menge Salz. Nur einer der 19 untersuchten veganen Aufschnitte hat die Note „gut“ bekommen, 13 der Produkte haben mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ abgeschnitten. Immerhin: In der Geschmacksprüfung gab es nichts zu beanstanden.

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In der „Öko-Test“-Prüfung durchgefallen: Mineralöl verunreinigt veganen Wurst-Ersatz

Vegan liegt voll im Trend* und auch vegane Wurst klingt zunächst vielversprechend. Es ist kein Tier dafür gestorben, es mussten keine Antibiotika eingesetzt werden und klimaschonend ist sie auch. Und eigentlich sollte ein veganes Produkt im Idealfall auch gut für die Gesundheit des Menschen sein oder wenigstens nicht schädlich.

Umso überraschender ist das schlechte Urteil für die meisten Wurst-Ersatzprodukte im Test: Fast alle sind mit gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) verunreinigt, die sich im Körper ansammeln. Ob diese schädlich sind, ist bisher nicht erwiesen. Zwei der von „Öko-Test“ geprüften Produkte, „Mein Veggie Tag Veganer Bio Aufschnitt“ und „Veggyness Veganer Bio-Aufschnitt Salami Art“ (jeweils Aldi Nord), enthalten jedoch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), die krebserregend sein können. Bio ist also nicht automatisch besser.

Eine Frau steht in einem Supermarkt vor dem Wurstregal und sucht nach dem richtigen Produkt. (Symbolbild)
Veganer Wurst-Ersatz: Augen auf beim Einkauf (Symbolbild) © Rolf Poss/Imago

Kritischer Zusatzstoff im veganen Wurst-Aufschnitt: Das Verdickungsmittel Carrageen

Der Zusatzstoff Carrageen wird aus Rotalgen gewonnen und steht in Verdacht, Entzündungen im Darm auszulösen. Die Bio-Produkte im Test sind alle frei von dem umstrittenen Stoff, die konventionellen Aufschnitte – bis auf den Testsieger „Vemondo Veganer Aufschnitt nach Schinkenwurst-Art“ (Lidl) – enthalten Carrageen, außerdem wurden noch natürliche Aromastoffe zugesetzt. Auch wenn es sich nicht verallgemeinern lässt, sollte man Zusatzstoffe soweit möglich meiden.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Verstecktes Salz im Wurst-Ersatz: Ungesund und unnötig

Wer zu viel Salz zu sich nimmt, erhöht das Risiko für Bluthochdruck und Folgeerkrankungen wie Schlaganfall. Welche Menge Salz man am Tag isst, ist leider nur schwer messbar, da sich viel Salz in verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Wurst und Käse versteckt. Dabei ist der ungesunde Zusatz im Fall der veganen Wurst-Aufschnitte gar nicht nötig. Laut „Öko-Test“ schmecken diese nämlich auch mit weniger Salz würzig genug. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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