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Plötzlicher Kindstod: Größtes Risiko beim Schlafen auf dem Bauch

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Die Sorge um das eigene Kind ist besonders nach der Geburt groß. Gerade beim Thema Schlafposition haben viele Eltern Angst, dass etwas passiert.

Es gibt unzählige Ratgeber zum Thema Kinderkriegen, Erste Zeit nach der Geburt, Wochenbett, Babyschlaf sowie Stillen. Doch auf die wirkliche Praxis mit kleinem Baby können sich Eltern nur schwer vorbereiten, da nicht vorhersehbar ist, wie das Kind seine neue Umgebung und die Eltern annimmt und wie die Eltern auf mögliche Herausforderungen mit der neuen Situation im Familienleben reagieren.

Besonders das Thema Schlaf bei Babys beschäftigt viele Eltern: sei es, wie das Kind besser schlafen oder durchschlafen kann, wie warm oder kalt ein Baby beim Schlafen sein darf oder aber welche Schlafposition gerade für Säuglinge am gesündesten ist und auch das Risiko für „Plötzlicher Kindstod“ (SIDS) reduziert.

Plötzlicher Kindstod: Größtes Risiko beim Schlafen auf dem Bauch

Neugeborenes Babys schläft im Gitterbett auf dem Bauch.
Welche Schlafposition bei Babys kann das Risiko für „Plötzlicher Kindstod“ erhöhen? (Symbolbild) © Westend61/Imago

Ein Alptraum, den sich Eltern nicht vorstellen möchten: das kleine Baby liegt leblos in seinem Bettchen. Der Plötzliche Kindstod ist ein Phänomen, dem Kinderärzte und Forscher seit jeher versuchen auf den Grund zu gehen. Schon lange wird vermutet, dass die Schlafposition des Babys ausschlaggebend für das erhöhte Risiko des Versterbens im Bett sei. Bereits seit den 1990er-Jahren raten Mediziner, dass das Baby zum Schlafen auf dem Rücken liegen solle. Der Grund liegt laut dem Portal Eltern Online bei näherem Betrachten nahe: Schläft ein Säugling in der Rückenlage, kann sich sein Brustkorb beim Atmen ohne Einschränkungen heben und senken. Mund und Nase sind ebenfalls frei.

Beim Schlafen in Bauchlage ist der Mund und die Nase des Babys möglicherweise eher auf die Matratze gedrückt, wodurch das Atmen schwerer fallen kann. Grundsätzlich lohnt es sich laut Stiftung Warentest auch, einen genauen Blick auf die Qualität der Matratze zu werfen.

In den ersten Lebensmonaten kann das Baby seinen Kopf noch nicht selbstständig drehen, wodurch die Gefahr der Erstickung oder für Plötzlicher Kindstod groß ist. Dann fragen sich viele Eltern: Darf ich mein schlafendes Baby überhaupt alleine lassen?

Die offizielle Empfehlung der Kinderärzte für das Schlafen von kleinen Babys auf dem Rücken zahlt sich aus: laut Statistischem Bundesamt starben 1990 in Deutschland 1283 Kinder im ersten Lebensjahr an SIDS, Tendenz sinkend. 2020 wurden 84 Fälle von Plötzlicher Kindstod gemeldet.

Plötzlicher Kindstod: Ist Schlafen auf der Seite besser fürs Baby als auf dem Bauch?

Wie verhält es sich aber mit dem Schlafen der Säuglinge auf der Seite? Würden Eltern zunächst davon ausgehen, dass das Schlafen ihres Babys in Seitenlage sicherer wäre, so halten viele Kinderärzte auch das für zu riskant, laut . Denn aus der Seitenposition kann sich ein Baby, das sich noch nicht aktiv drehen kann, wiederum leichter auf den Bauch rollen.

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Nach langer Forschung ist es Wissenschaftlicher nun gelungen, eine medizinische Ursache für Plötzlicher Kindstod zu finden – ein wichtiger Meilenstein in der Pädiatrie, zu dem ein Bericht in der Fachzeitschrift „The Lancet eBioMedicine“ veröffentlicht wurde.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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