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Polyphenole: Warum sie die Gesundheit so positiv beeinflussen

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Von: Kristina Wagenlehner

Zu sehen ist ein Holztisch auf dem eine Holzschale steht, die mit Blaubeeren gefüllt ist.
Beeren sind reich an Polyphenolen (Symbolbild). © Agefotostock/Imago

Polyphenole machen die Erdbeere rot und den Chicorée bitter. Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und haben viele positive Effekte auf unsere Gesundheit.

Bonn – Polyphenole gehören zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe. Darunter fallen die Farbstoffe, die die Himbeere rot und die Brombeere lila-schwarz färben. Bestimmte Polyphenole schmeckt man außerdem: Bereits geringe Mengen davon reichen aus und das Lebensmittel ist bitter – wie zum Beispiel Chicorée.

Polyphenole: Wie sie wirken 

Polyphenole unterstützen das Herz: Laut der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung können Polyphenole das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung senken und die Leistungsfähigkeit verbessern. So fördern sie den Blutfluss im Gehirn, der im Alter und bei Demenz nachlässt. Außerdem können Polyphenole Krankheitskeime abtöten und entzündungshemmend wirken, da sie die Funktion der „Zellkraftwerke“ – der Mitochondrien anregen. Und: Sie können helfen, Krebs vorzubeugen, da sie körpereigene Killerzellen anregen, so das Bundeszentrum für Ernährung. Außerdem können zwei bestimmte Lebensmittel, die Polyphenole enthalten, Entzündungsprozesse nicht nur in den Blutgefäßen, sondern auch in den Lungen abmildern – beispielsweise bei einer Infektion mit dem Coronavirus.*

Polyphenole: Wo sie enthalten sind

In folgenden Nahrungsmitteln sind besonders viele Polyphenole enthalten:

Polyphenole: Wie viel braucht der Mensch

Mit der Nahrung nimmt der Mensch laut Pharmazeutischer Zeitung etwa ein Gramm Polyphenole pro Tag auf. Zur Orientierung: Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von 85 Prozent und mehr kommt auf rund 1,6 Gramm pro 100 Gramm. Bei Beeren liegt der Anteil pro 100 Gramm zwischen 0,2 bis 1,7 Gramm.

Laut Verbraucherzentrale gibt es für Polyphenole bisher keine empfohlene Tagesmenge. Wie sie wirken, wenn sie in Reinform eingenommen werden, ist noch unklar. Deshalb der Tipp: Orientieren Sie sich an den Empfehlungen der Produkthersteller. Sie haften für die Sicherheit des Lebensmittels bis zu der empfohlenen Menge. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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