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Psyche: Zehn Eigenschaften, die mental gesunde Menschen haben

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Von: Judith Braun, Natalie Hull-Deichsel

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Mentale Gesundheit wird immer wichtiger, denn psychische Probleme bei Menschen häufen sich. Zehn Tipps können gegen Ängste und Depressionen helfen.

Die mentale Gesundheit ist schon lange kein Thema mehr, das wie noch vor einigen Jahrzehnten totgeschwiegen wird. Mittlerweile hat unsere Gesellschaft das Grundbewusstsein erlangt, dass die Psyche einem Menschen genau so zusetzen kann wie ein körperliches Leiden. Der traurige Grund dafür ist aber, dass mentale Probleme zunehmen und vor allem junge Leute immer mehr unter der eigenen Psyche leiden. Dagegen kann man einiges tun, wie Medikamente zu nehmen oder sein Leben komplett umstellen.

Allerdings helfen manchmal auch schon kleine Tricks gegen Ängste und depressive Phasen, denn das Gehirn funktioniert ähnlich wie ein Muskel und kann trainiert werden. Wer permanent unter Angst oder depressiven Gedanken leidet, wird wie in einer Spirale auch immer weiter darunter leiden. Wer versucht, positiv zu denken, trainiert sein Gehirn wiederum in diese Richtung. Diese zehn Eigenschaften, die mental gesunde Menschen besitzen, können helfen, um mentale Gesundheit zu erlangen.

Dankbarkeit

Lächelnde Frau liegt im Gras
Für seine mentale Gesundheit kann man selbst etwas tun (Symbolbild). © IMAGO / YAY Images

Wenn es uns schlecht geht, hilft es oft, die Perspektive ein wenig zu erweitern. Schau Dir Menschen an, denen es noch viel schlechter geht als Dir und sei dankbar für die kleinen Dinge, die in Deinem Leben funktionieren und gut sind. Hilfreich ist auch ein Gratitude-Journal, in das Du jeden Morgen etwas einträgst, für das Du dankbar bist – zum Bespiel den Partner, Kinder, die eigene Gesundheit, ein Dach über dem Kopf zu haben oder einfach nur das schöne Wetter – und starte mit einer positiven Einstellung in den Tag.

Vorfreude

Freude ist ein wichtiges Stichwort für die mentale Gesundheit. Lachen und Freude setzen Glückshormone (Endorphine) im Körper frei. Wenn Du Dir also etwas Tolles vornimmst, auf das Du Dich schon Wochen vorher freuen kannst, hast Du viel länger etwas von diesem Glück. Wenn man eine positive Erfahrung plant, reduzieren sich außerdem die Angst- und Depressionsgedanken.

Nicht nachtragend sein

Wir machen in unserem Leben alle Beziehungen und Situationen durch, die uns verletzten und über die wir auch Jahre später noch nicht wirklich hinwegkommen können. Allerdings schadet dieser Ärger nur uns selbst, nicht der Person, auf die wir sauer sind. Deshalb ist es wichtig, diese negativen Emotionen – und wenn es ein Dauerzustand ist, auch den Menschen – loszulassen, zu vergeben und nicht weiter nachtragend zu sein.

Über kleine Dinge freuen

Sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen, klingt so simpel, kann aber äußerst effektiv für die Psyche sein. Wenn Du das nächste Mal eine schöne Blume siehst, einen geliebten Menschen lachen hörts, einen Waldspaziergang nach dem ersten Herbstregen genießt oder einfach nur einen bewegenden Song hörst, halte kurz inne und versuche genau wahrzunehmen, wie Dir diese Kleinigkeit Freude bereitet.

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Durchhaltevermögen

Motivation und Selbstdisziplin machen uns zwar nicht direkt glücklich, das Ergebnis davon aber schon. Auch wenn eine Aufgabe mal schwierig wird und Dir eher danach zumute ist, aufzugeben, solltest Du weitermachen. Wenn Du es am Ende doch schaffst, wirst Du Dich umso mehr darüber freuen. Ganz nach dem inspirierenden Spruch: „Ich will sehen, was passiert, wenn ich nicht aufgebe.“

Hilfsbereitschaft

Die mental gesündesten und zufriedensten Menschen sind die, denen es hauptsächlich um andere geht. Auch wenn es Dir selbst nicht gut geht, hast Du meist noch die Möglichkeit, einem anderen Menschen Hilfe zu leisten – egal in welcher Form oder wie groß der Aufwand ist. Das Gefühl, nur eine nette Kleinigkeit für einen anderen Menschen getan zu haben, macht auch einen selbst glücklich.  

Selbstliebe

Gleichzeitig darf man sich aber selbst nicht vergessen. Self-love und self-care sind zwei große Begriffe in der Psychologie, wenn es um mentale Probleme geht. Vergiss nie, Dir selbst Gutes zu tun und Dich um Deine eigene Gesundheit zu kümmern – psychisch und physisch – und nimm Dir ab und an auch mal die Auszeit, die Du brauchst, um Deine Batterien wieder aufzuladen.

Grenzen setzen

Hilfsbereitschaft ist wichtig für das eigene Selbstwertgefühl, allerdings solltest Du Dich nie ausnutzen lassen oder Deine mentale Gesundheit für andere Menschen aufs Spiel setzen. Deswegen sind klare Grenzen und Regeln in jeder Beziehung wichtig. Wenn Du Raum brauchst, mach das Deinen Mitmenschen klar und lerne, auch wenn es schwerfällt, hin und wieder Nein zu sagen.

Nicht neidisch sein

Die Errungenschaften anderer haben nichts mit Dir zu tun, also vergleiche Dich nicht mit ihnen und gönne jedem sein Glück. Neid tut weder Dir noch Deinen Mitmenschen in irgendeiner Weise gut.

Empathisches Mitfühlen

Geteilte Freude ist doppelte Freude. Anstatt neidisch zu sein, wenn jemand anderem etwas Schönes passiert, freu Dich einfach mit. Auch wenn es Dir gerade nicht gut geht, kannst Du Freude darin finden, wenn sich jemand anderes freut. Empathie lässt uns das Glück anderer mitfühlen und Menschen, die sich ehrlich für andere freuen können, können mit dieser Freude ihre eigenen mentalen Schwierigkeiten reduzieren.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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