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Menschliche Psyche: 10 Tipps gegen Ängste und Depressionen

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Von: Judith Braun, Natalie Hull-Deichsel

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Mentale Gesundheit wird immer wichtiger, denn psychische Probleme bei Menschen nehmen zu. Zehn Tipps gegen Ängste und Depressionen.

Die mentale Gesundheit ist schon lange kein Thema mehr, das wie noch vor einigen Jahrzehnten totgeschwiegen wird. Mittlerweile hat unsere Gesellschaft das Grundbewusstsein erlangt, dass die Psyche einem Menschen genau so zusetzen kann wie ein körperliches Leiden. Der traurige Grund dafür ist aber, dass mentale Probleme zunehmen und vor allem junge Leute immer mehr unter der eigenen Psyche leiden. Dagegen kann man einiges tun, durch Veränderungen im persönlichen Lebensstil oder aber indem man sich Hilfe sucht. In depressiven Phasen kann es nach ärztlicher Empfehlung auch ratsam sein, die Symptome mit Medikamenten zu lindern

Allerdings helfen manchmal auch schon kleine Tricks gegen Ängste und depressive Phasen, denn das Gehirn funktioniert ähnlich wie ein Muskel und kann trainiert werden. Wer permanent unter Angst oder depressiven Gedanken leidet, wird wie in einer Spirale auch immer weiter darunter leiden. Versucht man hingegen, positiv zu denken, trainiert man sein Gehirn wiederum in diese Richtung. Diese zehn Eigenschaften, die mental gesunde Menschen besitzen, können helfen, um mentale Gesundheit zu erlangen.

Tipps gegen Angst und Depression: Dankbarkeit empfinden

Frau lächelt mit Tasse Tee oder Kaffee in die Herbstsonne.
Sich an den kleinen Dingen des Lebens wie einem leckeren Tee oder Kaffee zu freuen und dankbar zu sein, klingt so simpel, kann aber äußerst effektiv für die Psyche sein. (Symbolbild) © AntonioGuillem/Imago

Wenn es uns schlecht geht, hilft es oft, die Perspektive ein wenig zu erweitern. Wenden Sie auch mal Ihren Blick auf die Menschen, denen es noch viel schlechter geht als Ihnen selbst und versuchen Sie dankbar zu sein, für die kleinen Dinge, die in Ihrem Leben funktionieren und gut sind. Hilfreich ist auch ein sogenanntes „Gratitude-Journal“, in das Sie jeden Morgen etwas eintragen, für das Sie dankbar sind – zum Beispiel für den Partner, die Kinder, die eigene Gesundheit, dafür, ein Zuhause zu haben oder einfach nur für die Sonne, die draußen scheint. Versuchen Sie stets mit einer positiven Einstellung in den Tag zu starten. Sagen Sie sich auch ruhig laut vor, „Heute wird ein guter Tag!“ und wiederholen diesen Satz mehrere Male. So können Sie Ihr Mindset, Ihre innere Einstellung positiv beeinflussen.

Tipps für eine gesunde Psyche: Vorfreude spüren

Freude ist ein wichtiges Stichwort für die mentale Gesundheit. Lachen und Freude setzen bekanntlich Glückshormone, die Endorphine im Körper frei. Wenn Sie sich also etwas Schönes vornehmen, auf das Sie sich schon im Vorfeld freuen können, profitieren Sie länger von dem Glücksgefühl. Wenn man eine positive Erfahrung plant, reduzieren sich außerdem die Angst- und Depressionsgedanken.

Gegen Angst und Depression: Nicht nachtragend sein

Wir machen in unserem Leben alle Beziehungen und Situationen durch, die uns verletzten und über die wir auch Jahre später noch nicht wirklich hinwegkommen können. Allerdings schadet dieser Ärger nur uns selbst, nicht der Person, auf die wir sauer sind. Deshalb ist es wichtig, diese negativen Emotionen – und wenn es ein Dauerzustand ist, auch den Menschen – loszulassen, zu vergeben und nicht weiter nachtragend zu sein.

Tipps für die mentale Gesundheit: Über kleine Dinge freuen

Sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen, klingt so simpel, kann aber äußerst effektiv für die Psyche sein. Wenn Sie das nächste Mal eine schöne Blume sehen, einen geliebten Menschen lachen hören, einen Waldspaziergang nach dem ersten Herbstregen genießen, Ihr Kind beim Spielen und Lachen beobachten oder einfach nur eine Tasse Tee oder Kaffee genießen und dazu bewegende Musik hören, halten Sie kurz inne und sagen Sie sich selbst „Das ist schön!“ – Und gleich nochmal: „Das ist schön!“

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Durchhaltevermögen stärken: Schwere Aufgaben und Situationen aushalten

Motivation und Selbstdisziplin machen uns zwar nicht direkt glücklich, das Ergebnis davon aber schon. Auch wenn eine Aufgabe mal schwierig wird und Ihnen eher danach zumute ist, aufzugeben, sollten Sie dennoch unbedingt versuchen, weiterzumachen. Reden Sie sich selbst gut zu und sagen sich stets vor – möglicherweise auch schon in der Früh vor dem Spiegel – „Ich schaffe das! Ich schaffe das!“ Wenn Sie es nämlich dann durchziehen und es tatsächlich schaffen, werden Sie sich umso mehr darüber freuen. Ganz nach dem inspirierenden Spruch: „Ich will sehen, was passiert, wenn ich nicht aufgebe.“

Tipps für mehr Ausgeglichenheit: Anderen zu helfen, gibt einem selbst ein gutes Gefühl

Die mental gesündesten und zufriedensten Menschen sind die, denen es hauptsächlich um andere geht. Auch wenn es Ihnen selbst nicht gut geht, so haben Sie die Möglichkeit, einem anderen Menschen Hilfe zu leisten – egal in welcher Form oder wie groß der Aufwand ist. Und wenn es nur eine liebe Nachricht ist. Das Gefühl, nur eine nette Kleinigkeit für einen anderen Menschen getan zu haben, macht auch einen selbst zufriedener.  

Mentale Gesundheit: Sich durch Selbstliebe etwas Gutes tun

Gleichzeitig darf man sich aber selbst nicht vergessen. „Self-Love“, „Self-Care“, „Me-Time“ – wichtige Begriffe in der Psychologie, wenn es um mentale Probleme geht. Vergessen Sie nie, sich selbst auch etwas Gutes zu tun – sei es durch einen wärmenden Kaffee, ein mit positiven Erinnerungen verbundenes Lied oder eine Massage. Kümmern Sie sich auch um Ihre eigene Gesundheit, psychisch und physisch. Nehmen Sie sich die Auszeit, die jeder Mensch braucht, um die eigenen Akkus wieder aufzuladen.

Wichtig für das Selbstwertgefühl: Grenzen setzen

Hilfsbereitschaft ist wichtig für das eigene Selbstwertgefühl, allerdings sollten Sie sich nie ausnutzen lassen oder Ihre eigene mentale Gesundheit für andere Menschen aufs Spiel setzen. Deswegen sind klare Grenzen und Regeln in jeder Beziehung wichtig. Wenn Sie Raum und Zeit für sich brauchen, teilen Sie dies Ihren Mitmenschen mit, indem Sie auch mal „Nein“ sagen.

Tipps für die innere Balance: Nicht neidisch sein

Die Errungenschaften anderer haben nichts mit Ihnen selbst zu tun, also vergleichen Sie sich nicht mit ihnen. Versuchen Sie eher, sich für andere zu freuen. Denn Neid tut weder Ihnen noch Ihren Mitmenschen in irgendeiner Weise gut.

Freude und Mitgefühl teilen

Geteilte Freude ist doppelte Freude. Anstatt neidisch zu sein, wenn jemand anderem etwas Schönes passiert, freuen Sie sich lieber einfach mit. Auch wenn es Ihnen gerade nicht gut geht, können Sie auch Freude darin finden, wenn sich jemand anderes freut. Empathie lässt uns das Glück anderer mitfühlen und Menschen, die sich ehrlich für andere freuen können, können mit dieser Freude ihre eigenen mentalen Schwierigkeiten reduzieren. Probieren Sie es aus!

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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