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Sie putzen nur mit warmem Wasser? Das kann eine Gefahr für Ihre Gesundheit sein

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Von: Jasmin Farah

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Nur heißes Wasser löst Flecken? Falsch. Beim Putzen reicht oft kaltes Wasser schon aus. Zudem ist es in Verbindung mit Reinigungsmitteln weniger schädlich.

München – Einmal pro Woche steht bei vielen Deutschen der Wohnungs- oder Hausputz an. Dann wird geschrubbt, gewischt und gesaugt, was das Zeug hält. Manche haben sogar für Küche, Bad & Co. eigene Reinigungsmittel, damit auch wirklich alles sauber wird. Denn hartnäckige Kalkflecken, Spritzer von Tomatensoße oder Zahnpastareste auf dem Spiegel sind nicht nur unschön, sondern auch manchmal schwer wieder loszuwerden. Doch aggressive Reiniger können nicht nur Fliesen und Parkett schaden, sondern auch der eigenen Gesundheit.

Sie putzen nur mit warmem Wasser? Das kann eine Gefahr für Ihre Gesundheit sein

Wer sie schließlich regelmäßig einatmet, setzt sich giftigen Substanzen aus. Der Grund: In vielen Putzmitteln sind Säuren, Tenside und Phosphate enthalten. Inhaliert, setzen sie sich auf den Schleimhäuten ab. Einer Studie zufolge sollen Frauen, die regelmäßig putzen oder sogar als Reinigungskraft arbeiten, eine deutlich schwächere Lunge haben als Menschen, die nie putzen.

Eine Person mit Handschuhen über den Händen putzt eine Herdplatte mit Putzmitteln. (Symbolbild)
Erschreckende Studie zu Putzmitteln: Sie sind so schädlich wie Rauchen. (Symbolbild) © Iordache Magdalena/Imago

Übrigens: Am gefährlichsten für die Lunge waren der Studie zufolge Putzmittel zum Sprühen, da die Säuren, Tenside und Phosphate dadurch schneller und leichter in die Atemwege gelangen. Mit der Folge, dass langfristig die Lungenfunktion in Mitleidenschaft gezogen wird.

Darüber hinaus ist es vor allem bei aggressiveren Sanitärreinigern wichtig, kein warmes Wasser zu benutzen. Sonst drohen sogar gesundheitliche Folgen. Denn in Verbindung mit Hitze setzen solche Sanitär- und Rohrreiniger giftige Dämpfe frei. Deshalb ist es ratsam, diese nur mit kaltem Wasser anzuwenden. Darauf müssen übrigens auch die Hersteller auf der Verpackung hinweisen.

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Sie putzen mit warmem Wasser? Das kann teuer werden

Ein weiterer Punkt, der für das Putzen mit kaltem Wasser spricht, ist folgender: In vielen handelsüblichen Reinigungsmitteln ist viel Alkohol enthalten. Ist es zu warm, verdampft dieser. Dadurch wird die Wirkung des Reinigers verringert und man benötigt mehr davon.

Spülmittel und Fettlöser entfernen hingegen hartnäckige Ablagerungen und Essensreste besser mit heißem Wasser. Darauf weist auch die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hin: „Im Allgemeinen reicht kaltes Wasser zum Reinigen von Böden, Fliesen und Fenstern aus. Nur beim Geschirrspülen ist heißes Wasser nötig“, heißt es auf deren offizieller Webseite. *bw24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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