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Schwanger und einsam: Wie sich Corona-Pandemie auf Schwangere und junge Mütter auswirkt

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Von: Kristina Wagenlehner

Junge Frau mit Dutt trägt ein Neugeborenes auf dem Arm (Symbolbild)
Viele junge Mütter und Schwangere leiden unter den fehlenden sozialen Kontakten während der Corona-Pandemie (Symbolbild) © John J. Kim/Imago

Schwanger und auch einsam: Wie sehr Schwangere und junge Mütter unter der Corona-Pandemie leiden, zeigt eine aktuelle Studie. Demnach fühlen sich über 70 Prozent allein und isoliert.

Berlin – Seit Beginn der Pandemie befragte das Telemedizinunternehmen Kinderheldin mit Sitz in Berlin mehr als tausend Schwangere und junge Mütter zu ihren Erfahrungen in und mit der Pandemie. Das Ergebnis ist traurig.

Schwanger und einsam: Soziale Kontakte fehlen

Was ist die richtige Ernährung für mein Baby? Ist es normal, wenn mein Kind… ? Kennst du das auch, dass…? Eine Schwangerschaft und die erste Zeit als Mutter ist für viele Frauen sehr intensiv: Fragen tauchen auf, viele sehnen sich nach Austausch und Rat. Der Kontakt allein zur Hebamme reicht oft nicht aus.

Die Corona-Pandemie mit Homeoffice, Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren verringert die Anzahl an persönlichen Treffen radikal. Besonders Schwangere und junge Mütter leiden darunter. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage: Mehr als 70 Prozent der schwangeren Frauen und jungen Mütter erleben in der Coronapandemie Einsamkeit und Isolation. Als wichtigsten Grund, gaben sie an, dass der persönliche Kontakt fehle. Vor allen zu:

Auch die Angst vor der eigenen Zukunft und der ihres Kindes machte 42 Prozent der Befragten zu schaffen. Jede Dritte gab an, unter psychische Belastungen zu leiden. Jede Zwölfte nannte sogar Depressionen und Ängste als Hauptbelastungen des vergangenen Jahres.

Schwanger und einsam: Was sich Schwangere und junge Mütter wünschen

Die Studie befragte die Teilnehmerinnen auch, was sie sich in der aktuellen Situation von der Politik wünschen würden. Das Ergebnis: 75 Prozent forderten mehr Unterstützung. Beispielsweise mehr Freizeit- und Kursangebote vor Ort, zusätzliche Angebote und Betreuungsmöglichkeiten sowie mehr Informationen zum Thema Impf- und Infektionsschutz für Eltern und Kinder.

Vor allem beim Thema Impfung und Schwangerschaft gehen die Meinungen auseinander: Ärzte fordern beispielsweise eine Corona-Impfung für Schwangere.* Auch der Wunsch Vorsorgeuntersuchungen und die Geburt gemeinsam mit dem Partner erleben zu können, spielte laut Umfrage eine zentrale Rolle. Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. *RUHR24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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