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Stiftung Warentest über FFP2-Masken: Hohe Filterwirkung nur, wenn sie gut sitzen

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Von: Christine Pander

Eine Frau auf einer Rolltreppe schaut ins Bild, sie trägt eine FFP2-Maske (Symbolbild).
FFP2-Masken nützen nur etwas, wenn sie gut sitzen (Symbolfoto). © Manfred Segerer/ Imago

Alle 20 von der Stiftung Warentest geprüften FFP2-Masken haben eine hohe Filterwirkung. Doch das ist wenig wert, wenn die Passform für Menschen nicht stimmt oder sie darunter nur schlecht atmen.

Berlin – Inzwischen sind die meisten Menschen schon recht erprobt im Tragen von Atemschutzmasken. Doch immer wieder sieht man in der Straßenbahn, beim Einkaufen oder auf den Straßen, dass die Masken dennoch schlecht sitzen oder auf Halbmast an der Nase hängen. Der Stiftung Warentest zufolge bietet jedoch auch die beste Maske keinen vollständigen Schutz gegen das Corona-Virus, wenn sie nicht ordnungsgemäß getragen wird.

Stiftung Warentest über Atemschutzmasken: Darauf kommt es bei FFP2-Masken an

Bereits zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie haben sich die Experten der Stiftung Warentest nun FFP2-Masken vorgenommen. Die Sieger stammen von Firmen, die auf Produkte für den Arbeits- und Atemschutz spezialisiert sind. Ergänzt wurde die aktuelle Auswertung um Resultate aus dem Test vom Februar 2021 von ebenfalls zehn entsprechenden Produkten.

Insgesamt stellten die Warentester für alle Modelle eine hohe Filterwirkung fest. Allerdings bemängelte die Experten bei einigen Modellen den geringen Atemkomfort: Sie lassen ihre Träger schlechter durch Mund und Nase atmen als vergleichbare Masken mit hohem Atemkomfort. Das kann insbesondere Menschen mit Vorerkrankungen belasten oder jene, die nicht ganz fit sind. Einige andere Masken erfüllten nicht alle gesetzten Anforderungen an die Passform. Gerade Letztere sollte aber nicht vernachlässigt werden: Sitzt die Maske nicht richtig, ist sie nicht dicht und schützt folglich weniger gut.

Stiftung Warentest über Atemschutzmasken: Das sind die Testsieger

Bei einigen Modellen wurden außerdem sogenannte lösliche Latexproteine in den Ohrschlaufen oder Kopfbändern gefunden. Diese können Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen, sind aber nur ein sehr geringes Risiko für Hautausschläge und andere allergische Reaktionen.

Das sind die Testsieger unter allen 20 überprüften FFP2-Masken, alle mit dem Urteil „geeigent“:

Diese vier Masken schützen laut den Warentestern sehr gut vor Aerosolen bei genug Atemkomfort mit überzeugender Passform und Dichtigkeit. Die Schadstoffprüfung war unauffällig.

Stiftung Warentest über Atemschutzmasken: Schlechter Sitz immer noch besser als keine Maske

„Sitzt eine FFP2-Maske nicht optimal, schützt sie womöglich nicht besser als eine medizinische Maske oder eine Stoffmaske“, schreiben die Experten zum aktuellen Test.*„Aber selbst wenn eine Maske die Aerosol­partikel eines infizierten Menschen nur zu 30 Prozent filtert und die Maske eines gesunden Menschen ebenfalls nur 30 Prozent filtert, sind die Aerosole – und damit die potenzielle Virenlast – insgesamt um etwa 50 Prozent abge­mildert“, so die Experten der Warentest weiter. Das sei immer noch besser als nichts. Erstrebens­wert sei aber schon eine Maske, die an die 100 Prozent dicht hält.

Die Warentester haben übrigens einen Tipp, wie Sie selbst feststellen können, ob Ihre Maske optimal sitzt: „Ein Anzeichen dafür, dass die Maske prima passt und kein Leck hat: Beim Ausatmen bläht sie sich auf, beim Einatmen zieht sie sich zusammen“, fassen die Experten zusammen.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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