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Stiftung Warentest prüft FFP2-Masken: Vier sind die Testsieger

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Von: Kristina Wagenlehner

Drei FFP2-Masken hängen an einem weißen Gitter vor einer weißen Wand. Die linke Maske ist schwarz, die anderen sind weiß.  (Symbolbild)
Apotheke, Tankstelle, Drogerie: Überall gibt es mittlerweile FFP2-Masken zu kaufen. Stiftung Warentest prüft, welche geeignet sind. (Symbolbild) © Rolf Poss/Imago

Seit vielen Monaten tragen wir sie – FFP2-Masken. Stiftung Warentest hat nun einen neuen Test mit 20 Herstellern veröffentlicht. Wir haben die Ergebnisse.

Frankfurt am Main – Zertifizierte Masken der Klasse FFP2 müssen laut Norm 94 Prozent aller Aerosolpartikel aus der Luft filtern. Alle Masken im Test, die Stiftung Warentest untersuchte, waren nach dieser Norm zertifiziert. Sie prüften die Filter­wirkung, den Atem­komfort, die Pass­form und testeten die Masken auf Schad­stoffe.

Stiftung Warentest prüft FFP2-Masken: Latexproteine und andere Schadstoffe

Bei sechs Masken konnte Stiftung Warentest erhöhte Gehalte löslicher Latexpro­teine feststellen: in den Ohrsch­laufen und Kopf­bändern. Dabei überschritten sie den Richtwert für Bedarfs­gegen­stände von 200 Milligramm pro Kilogramm. Im Gegensatz zu einem Grenzwert ist ein Richt­wert aber nicht bindend. Zwar sind bisher keine Symptome einer Latexallergie bekannt, die auf das Tagen einer FFP2-Maske zurückgehen, dennoch sollten Allergiker auf die Masken von Dräger, Hum, Kingfa, Leikang, Sentias und Taidakang verzichten. Ihre Bänder enthalten erhöhte Gehalte an Latexpro­teinen.

Stiftung Warentest prüfte außerdem auf folgende Schadstoffe: Nitrosamine, PAK (poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe), Form­aldehyd, Nickel und ­kritische Farb­stoffe. Erfreulicherweise wies keine der Masken nennens­werte Schad­stoff­gehalte auf.

Stiftung Warentest prüft FFP2-Masken: Die Testsieger

Das wichtigste zu Beginn: Nachdem im März noch Masken zurückgerufen wurden, da sie nicht den entsprechenden Schutz aufwiesen*, war bei allen zwanzig FFP2-Masken, die Stiftung Warentest prüfte, die Filter­wirkung hoch und sicher. Manche beeinträchtigten das Atmen, bei anderen war der Sitz nicht optimal. Testsieger von Stiftung Warentest waren die FFP2-Masken von 3M, Linden­partner, Moldex und Uvex. Sie überzeugten in alle vier Kategorien: Schutz, Atemkomfort, Pass­form und Dichte und Schad­stoff­prüfung. Uvex gehört mit 67 Cent pro Stück zu den günstigsten Produkten und ist gleich­zeitig eine der vier Besten. Testsieger 3M kostet zum Vergleich 2,74 Euro.

Bei folgenden Masken vergab Stiftung Warentest schlechtere Werte in puncto Atemkomfort. Testerinnen und Tester, die Masken den Firma Kingfa, Leikang, Mea Vita, Taidakang, Hygisun, Mivolis von dm oder Altapharma von Ross­mann trugen, bekamen schlechter Luft als unter Masken mit hohem Atem­komfort.

Masken, die den Test zum Atemkomfort nicht bestanden, wurden gar nicht mehr auf Tragekomfort getestet. Von den noch übrigen 13 FFP2-Masken erfüllten sieben nicht alle Anforderungen der Norm in der Prüfung auf Pass­form und Dichtig­keit. Eine Maske, die gut sitzt, liegt eng am Gesicht an, bläht sich beim Ausatmen auf und zieht sich beim Einatmen zusammen. Die Masken mit der besten Trageform kamen von 3M, Dräger, Hum, Lindenpartner, Moldex und Uvex. Fast alle von diesen hatten ein Kopf­band, nur von Hum besitzt Ohrsch­laufen. Das sind die Testergebnisse im Überblick:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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