1. 24vita
  2. Verbraucher

Stiftung Warentest prüft Fuß- und Nagelpilzmittel: Das Ergebnis überrascht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kristina Wagenlehner

Eine Frau lackiert ihre Fußnägel mit durchsichtigem Lack und sitzt auf einem Holzstamm. (Symbolbild)
Zur Behandlung von Nagelpilz eigenen sich spezielle Nagellacke aus der Apotheke. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Fuß- und Nagelpilz kann jeden treffen. Damit die Wahl des Mittels leichter fällt, hat Stiftung Warentest 31 von ihnen geprüft. Lesen Sie hier, welche besonders wirksam sind.

Frankfurt am Main – Pilze besiedeln ganz natürlich unsere Haut, auch im Darm sind sie zu finden. Gelangen Hautpilze über eine Wunde in den Körper, befallen sie besonders häufig Füße und Nägel. Gegen Fuß- und Nagelpilz gibt es eine ganze Reihe an rezeptfreien Mitteln. Welches soll man da bloß kaufen? Stiftung Warentest hat 20 Mittel gegen Fußpilz und elf gegen Nagelpilz genauer unter die Lupe genommen.

Stiftung Warentest prüft Fuß- und Nagelpilzmittel: Das sollten Schwangere beachten

Fuß- und oder Nagelpilz ist in der Regel nicht schmerzhaft. Dennoch sollte er so schnell es geht behandelt werden, damit sich der Pilz nicht weiter ausbreitet. Die Behandlung ist leider oft sehr langwierig und kann bis zu einem Jahr dauern. Am besten ist es daher, den Pilzen das Leben so richtig schwer zu machen. Schwangere und Frauen, die gerade stillen, sollten Nagelpilz nur mit ärztlicher Unterstützung bekämpfen. Bei Fußpilz sollten sie auf die Wirkstoffe Clotrimazol oder Miconazol zurückgreifen. Das Gleiche gilt für Kinder.

Stiftung Warentest prüft Fuß- und Nagelpilzmittel: Das hilft gegen Fußpilz

Insgesamt hat Stiftung Warentest 30 Mittel geprüft. 20 Mittel gegen Fuß- und elf gegen Nagelpilz. Das Ergebnis: Alle Mittel, die geprüft wurden, waren geeignet den entsprechenden Pilz zu bekämpfen. Die Mittel gegen Fußpilz waren ausschließlich Cremes, die Sie rezeptfrei in der Apotheke kaufen können. Sie wirken auch wenn der Fußpilz schon im fortgeschrittenen Stadium ist. Das günstigste Anti-Fußpilzmittel ist Clotrimazol AL, das 2,67 Euro je 20-Gramm-Tube kostet. Das teuerste ist Epi Pevaryl mit 13,99 je 30-Gramm-Creme. Auf welchem Wirkstoff das Mittel basiert, lesen Sie in der Klammer hinter dem Namen des Medikaments.

Stiftung Warentest prüft Fuß- und Nagelpilzmittel: Das hilft gegen Nagelpilz

Die Nagelpilzmittel schnitten ebenfalls gut ab. Sie helfen vor allem dann, wenn einzelne Nägel aber noch nicht die Nagelwurzel vom Nagelpilz betroffen ist. Um Nagelpilz vorzubeugen, ist auch die richtige Pflege der Nägel besonders wichtig. Im Vergleich zu Fußpilzmittel sind Nagelpilzmittel teurer. Das günstigste Mittel ist ein Nagellack von Ciclopirox Beta, der 21,49 Euro kostet. Das teuerste Nagelpilzmittel ist Canesten Extra Nagelset, eine 10-Gramm-Salbe für 36,96 Euro.

Grundsätzlich gilt außerdem: Die Wirkstoffe, die zu der Gruppe der Imidazole gehören (Bifonazol, Clotrimazol, Econazol, Ketoconazol, Miconazol, Sertaconazol) sollten Sie nicht mit dem Antihefepilzmittel Nystatin kombinieren, da beide sonst schlechter wirken.

Stiftung Warentest prüft Fuß- und Nagelpilzmittel: Allergiker aufgepasst

Bei den Mitteln Mykosert und Zalain sollten Sie aufpassen, da enthaltene Parabene Allergien auslösen können. Naftifin und Terbinafin beinhalten Hilfsstoffe, die die Haut reizen können, zum Beispiel Cetyl- oder Stearylalkohol. Das Gleiche gilt für den Wirkstoff Amorolfin, der häufig in Nagellack gegen Nagelpilz verwendet wird. Eine Allergie zeigt sich anhand von kleinen Bläschen auf der Haut. Daneben kann auch Ciclopirox eine Allergie auslösen. Die Symptome sind auch hier Bläschen auf der Haut und schmerzhafter oder juckender Ausschlag.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. *Ruhr24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant