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Stiftung Warentest testet Sonnenschutzfolien: Eine bekommt die Note Drei

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Von: Kristina Wagenlehner

Ein Mann sitzt auf dem Boden einer leeren Dachgeschosswohnung und guckt aus dem Fenster. (Symbolbild)
Im Sommer kann es in Dachgeschosswohnung extrem heiß werden. Hitzeschutzfolien am Fenster können dagegen helfen. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Sonnenbrille für das Fenster: Sonnenschutzfolien reflektieren die Strahlen und sorgen dafür, dass Räume im Sommer nicht überhitzen. Stiftung Warentest hat elf Folien getestet.

Berlin – Sauna im Dachgeschoss: Knallt die Sonne im Sommer auf Fenster, heizt das die Räume vor allem im Dachgeschoss extrem auf. Klimageräte befördern die Wärme nach draußen. Sonnenschutzfolien lassen die Strahlen gar nicht erst herein. Im besten Fall erspart das den Kauf einer Klimaanlage. Stiftung Warentest hat elf Produkte genau unter die Lupe genommen und geprüft, ob sie halten, was sie versprechen.

Stiftung Warentest testet Sonnenschutzfolien: Wie sie wirken

Sonnenschutzfolien spiegeln. Große Teile der Sonnenstrahlung gelangen daher gar nicht erst in den Raum. Es gibt sie in stark reflektierend und wenig reflektierend. Während stark reflektierende Folien zwischen 80 und 87 Prozent aller Sonnenstrahlen abhalten, sind es bei wenig reflektierenden zwischen 55 und 60 Prozent. Was das in Grad Celsius ausmacht, ermittelte Stiftung Warentest: In einer Dachgeschosswohnung mit vier Quadrat­meter schrägen Fenstern kann sich der Raum im Hochsommer auf bis zu 56 Grad Celsius erhitzen. Mit einer Fensterfolie würde der Raum nicht heißer als 34 Grad Celsius werden.

Stiftung Warentest testet Sonnenschutzfolien: Nachteile

Die Nachteile von Sonnenschutzfolien sind, dass sie die Räume verdunkeln und vor allem rötliche Farben im Raum anders wirken. Das hat zur Folge, dass am Abend wohl früher das Licht eingeschalten werden und im Winter etwas mehr geheizt werden muss. Das gilt vor allem bei stark reflektierenden Folien. Bei wenig reflektierenden Folien sind die Effekte milder. Ein weiterer Nachteil: Die Spiegelung, vor allem der stark reflektierenden Folien, kann die Nachbarn stören. Auf vertikalen Fenstern sollten daher weniger reflektierende angebracht werden.

Sonnen­schutz­folien sind, laut Stiftung Warentest, besser für die Umwelt als Klimageräte, selbst wenn man die höheren Heiz­kosten im Winter einberechnet. Wem selbst 26 Grad Celsius zu hoch sind, kommt aber nicht darum herum, sich zusätzlich eine Klimaanlage zu kaufen. Außerdem sorgen diese Blitz-Tricks für eine kühle Wohnung.*

Stiftung Warentest testet Sonnenschutzfolien: Kosten und Montage

Sonnenschutzfolien werden von außen auf die Fenster geklebt und bleiben dort das ganze Jahr. Wer die Folien selbst anbringt, zahlt pro Quadratmeter zwischen 17 und 63 Euro. Von Fachleuten montiert kostet das bis zu 120 Euro. Die Tester hatten keine Probleme damit die Folien selbst anzubringen. Die Folien bekamen dafür durchwegs gute Noten. Allerdings ist bei Selbstmontage die Garantie verwirkt. Falsch angebracht oder geknickt werden die Folien zudem unbrauchbar. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt besser Profis kleben.

Stiftung Warentest testet Sonnenschutzfolien: Die Ergebnisse

Stiftung Warentest hat elf Sonnen­schutz­folien mit unterschiedlich starker Hitzereduktion getestet: Sie stammen von Anbietern wie 3M, Bruxsafol, Llumar oder Velken. Alle Sonnen­schutz­folien, die Stiftung Warentest prüfte, waren gut oder befriedigend. Es gibt mehrere Testsieger-Folien. Die güns­tigste kostet unter 20 Euro pro Quadratmeter. Unterschiede gab es vor allem in der Hand­habung und Witterungs­beständig­keit. Das sind die Ergebnisse:

Sonnen­schutz­folien stark reflektierend:

Sonnen­schutz­folien wenig reflektierend:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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