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Stiftung Warentest: SOS-Tipps gegen fleckige Kleidung

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Von: Christine Pander

Eine lachende Frau mit Locken-Bob und verschränkten Armen trägt ein dunkles T-Shirt mit großem Schmutzfleck (Symbolbild)
Der Fleck muss weg: Wie es geht, zeigt Stiftung Warentest (Symbolbild) © Jo Kirchherr/Imago

Fleckenunfälle sind schnell passiert. Abhilfe versprechen diverse chemische Reiniger. Experten der Stiftung Warentest sagen: Oft reicht ein simples Hausmittel.

Berlin – Die Stiftung Warentest hat 20 Fleckenentferner-Produkte und drei Ultraschall-Geräte genauer untersucht. Darunter waren Salze, Sprays und Gels. Insgesamt 41 verschiedene Fleckenarten auf Baumwoll- und Polyester-Stoffen wurden von den Experten bearbeitet. Das Ergebnis überrascht nicht nur die Tester.

So verschwinden fiese Flecken: Test mit 4100 unterschiedlichen Fleckenvarianten

Flecken können ganz schön hartnäckig sein. Unter Umständen ruiniert ein falscher Griff sogar das Lieblingshemd oder die nagelneue Hose. Damit es erst gar nicht so weit kommt, haben die Experten der Stiftung Warentest 20 verschiedene Fleckenentferner getestet: 41 Fleck­arten wurden auf Baumwoll- und Polyester­stoffe pipettiert oder gerieben, darunter Blut, Gras, Konfitüre, Make-up, Lippen­stift und Motoröl. Insgesamt kamen 4 100 Flecken zum Einsatz.

Nach einer Woche Trocken­zeit mussten die Mittel zeigen, was sie können. Meist schreiben die Hersteller ihren Mittelchen schon fast Zauberkräfte zu. Doch gerade Universalentferner kann man getrost im Supermarkt stehen lassen: Der Warentest zufolge bringen sie nicht viel. Nur ein Flecken­spray und ein Fleckensalz schneiden gut ab. Umso enttäuschender: Zehn Produkte schaffen nur ein befriedigend, sechs sind ausreichend und zwei sogar mangelhaft.

So verschwinden Flecken: Diese Mittel schneiden am besten ab im Test

Fazit des aktuellen Flecken-Tests: Von vielen Universal-Fleckenentfernern raten die Tester eher ab. Gerade Fett-, Öl- und Pigmentflecken schafften die Mittel oft nicht zu entfernen. Nur zwei Mittel schnitten mit der Note „gut“ ab: das Fleckenspray von dm „Denk mit“ für 1,45 Euro sowie ein Fleckensalz von Sil „1 für Alles“ für 2,49 Euro (der Preis gilt jeweils für 500 Milliliter). Sil hat nach Angaben der Tester aber die Rezeptur mittlerweile verändert.

Die Tester untersuchten zudem drei Ultraschall-Fleckenstifte. Diese konnten die Tester jedoch auch nicht überzeugen. Zum Teil sahen die Flecken nach der Behandlung sogar schlimmer aus als vorher. Nur Bratensoße haben alle Stifte im Test geschafft. Daher bekamen sie die Note „mangelhaft“.

Diese Tipps der Stiftung Warentest helfen, auch hartnäckige Flecken zu entfernen:

Und was hilft ansonsten gut und zuverlässig? Als Alternative schlagen die Tester ein Hausmittel vor: Direkt den frischen Fleck mit Handseife behandeln: Die Stelle abtupfen, ordentlich einseifen, dann die Seife einwirken lassen.

„Nur die flüssige Hand­seife erweist sich als wirk­samer Fleck­enentferner. Damit vorbehandelt, sind die frischen Rotwein- und Grasflecken nach der Wäsche fast voll­ständig verschwunden“, schreiben die Warentester in ihrer Juli-Ausgabe. Gegen Espresso und Pesto wirke die Seife zwar weniger kräftig, aber allemal besser als Colorwaschmittel allein. „Auch die häusliche Konkurrenz hilft bei diesen Flecken nur wenig: Die mit Salz, Zitrone und Natron vorbehandelten Flecken waren nach dem Waschen noch deutlich sicht­bar“, resümieren die Tester. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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