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Stress-Studie zeigt: Deutsche stehen stark unter Druck – vor allem wegen Corona

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Von: Jennifer Köllen

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Die Corona-Pandemie ist laut einer Studie für jeden zweiten Menschen ein Stressfaktor. Doch auch die Arbeit setzt Deutsche zunehmend unter Druck.

Berlin – Vor allem wegen der Pandemie: Deutschland steht unter Stress. Knapp zwei von drei Menschen in Deutschland (64 Prozent) fühlen sich mindestens manchmal gestresst. Mehr als ein Viertel sogar häufig (26 Prozent). Das zeigt die Stressstudie „Entspann dich, Deutschland!“ der Techniker Krankenkasse (TK).

„Es zeigt sich, dass der subjektiv empfundene Stress bei den Menschen in den vergangenen Jahren noch einmal signifikant zugenommen hat“, erklärt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. „Im Vergleich zu unserer ersten Studie von 2013 verzeichnen wir bei den häufig Gestressten einen Anstieg um 30 Prozent.“

Stress-Studie zeigt: Deutsche stehen stark unter Druck – vor allem wegen Corona

Im März 2021, also im zweiten Lockdown, hat die TK 1000 Menschen über 18 Jahren gefragt, wie es ihnen gehe.

Auf die Frage, ob ihr Leben seit Beginn der Pandemie stressiger geworden ist, antwortet rund die Hälfte der Befragten mit Ja (47 Prozent). Familien mit Kindern im Haushalt fühlen sich stärker gestresst (60 Prozent) als Haushalte ohne Kinder (43 Prozent). Besonders gestresst sind Erwerbstätige im Homeoffice mit mindestens einem Kind (64 Prozent) im Vergleich zu Beschäftigten im Homeoffice ohne Kind (42 Prozent).

Die Situation hätte natürlich Einfluss auf die Antworten gehabt, sagte Professor Bertolt Meyer von der Technischen Universität Chemnitz bei der Vorstellung der Ergebnisse. Meyer hatte die Antworten der Befragten ausgewertet.

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Erschöpft: Vielen Menschen verlangt die Krise alles ab.
Erschöpft: Vielen Menschen verlangt die Krise alles ab. © Andrey Popov/Imago

Stress-Studie zeigt: Deutsche stehen stark unter Druck – Arbeit ist Stressfaktor Nummer eins

Stressfaktor Nummer eins ist – wie auch schon vor der Pandemie – der Bereich Beruf, Schule und Studium. Das gaben 47 Prozent der Befragten als Stressgrund an. Es folgen hohe Ansprüche an sich selbst (46 Prozent), Konflikte mit nahestehenden Menschen (26 Prozent), ständige Erreichbarkeit durch Handy und soziale Medien (25 Prozent) sowie zu viel Freizeitstress (24 Prozent).

Im Vergleich zu früheren Umfragen war neu, dass viele auch eine schwere Krankheit eines nahe stehenden Menschen stresst (31 Prozent). Hier sieht Meyer einen deutlichen Einfluss der Corona-Pandemie. „Die Sorge um nahe stehende erkrankte Angehörige spielte in den vorherigen Befragungen eher eine untergeordnete Rolle.“

Stress-Studie zeigt: Deutsche stehen stark unter Druck – Entspannung fällt schwer

Auch bei den Entspannungsstrategien mache sich die Pandemie bemerkbar. „Soziale Aktivitäten wie Freunde und Bekannte treffen lagen 2016 noch auf dem dritten Platz“, sagte Meyer. Durch die Pandemie war das nur eingeschränkt möglich. „Stattdessen haben die Menschen sich bei Tätigkeiten erholt, die sie auch alleine machen können wie zum Beispiel ihrem Hobby nachgehen, Gartenarbeit oder Musik hören.“ (Mit Material der dpa) *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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