Ein Junge bekommt eine Impfung in den Oberarm. Er trägt einen Mundschutz (Symbolbild)
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Über drei Viertel aller Eltern stehen Impfungen positiv gegenüber (Symbolbild)

Dafür oder dagegen?

Impfstudie der BZgA: Mehrheit der Deutschen ist fürs Impfen

  • Kristina Wagenlehner
    VonKristina Wagenlehner
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Eine Studie der BZgA ergibt: Die Mehrheit der Deutschen steht dem Impfen positiv gegenüber. Das gilt auch für die Eltern. Das sind die Studienergebnisse im Detail.

Köln – Zum ersten Juni soll der digitale Impfpass kommen und möglicherweise alte Freiheiten zurückbringen. Aber wie stehen die Deutschen eigentlich zum Thema Impfen? Von Juli bis September 2020 befragte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) rund 5.000 Personen im Alter von 16 bis 85 Jahren zu ihren Einstellungen, ihrem Wissen und ihrer Bereitschaft gegenüber dem Thema Impfen.

Impfstudie der BZgA: Deutlich mehr Akzeptanz als früher

Die Befragung ergab, dass der Großteil der Deutschen hinter dem Impfen steht. In der Impfstudie der BZgA sprachen sich 79 Prozent der Befragten „befürwortend“ oder „eher befürwortend“ für eine Impfung aus. Der Rest hatte Vorbehalte (17 Prozent) oder eine „(eher) ablehnende” Haltung gegenüber Impfungen. Das entspricht fast zwanzig Prozentpunkten mehr als vor acht Jahren. 2012 waren es 61 Prozent, die eine Impfung „(eher) befürworteten“.

Impfungen in hoher Zahl sind laut Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA, der bestmögliche Schutz vor ansteckenden Infektionskrankheiten: „Insbesondere Risikogruppen oder auch Personen, die sich (noch) nicht impfen lassen können, werden geschützt, wenn Impfungen in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz genießen und flächendeckend in Anspruch genommen werden.” Über mögliche Nebenwirkung nach einer Impfung muss man sich in der Regel keine Sorgen machen.

Impfstudie der BZgA: Wie Eltern zum Impfen stehen

Die Befragung ergab außerdem, dass die Mehrheit aller Eltern das Impfen positiv sieht. 77 Prozent haben eine „(eher) befürwortende“ Einstellung. Allerdings: Seit 2018 ist auch der Anteil der Eltern, die Impfungen „ablehnend“ gegenüberstehen, um drei Prozentpunkte gestiegen. Denn viele Eltern sind verunsichert und haben Angst, dass Impfungen beispielsweise Allergien auslösen könnten. Allergische Reaktionen nach einer Schutzimpfung sind jedoch sehr selten. Ausnahmen gelten nur für Kinder, die gegen bestimmte Impstoffbestandteile allergisch sind.

Nahezu alle befragten Eltern gaben an, dass sie ihr Kind auf jeden Fall gegen folgende Krankheiten impfen lassen möchten:

  • Tetanus
  • Kinderlähmung
  • Masern
  • Mumps
  • Diphtherie
  • Röteln

Eine große Mehrheit der Eltern beführwortete ebenso eine Impfung von Kindern für folgende Krankheiten:

  • Keuchhusten
  • Meningokokken
  • Windpocken
  • Hepatitis B
  • Pneumokokken

Grundsätzlich war es aber es fast allen Eltern wichtig, dass ihr Kind möglichst gut gegen ansteckende Krankheiten geschützt ist. Ob eine Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche sinnvoll ist, dazu hat ein Experte aus Dortmund eine klare Meinung.* Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. *RUHR24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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