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Studie überrascht: Wer zu lange faulenzt, wird unglücklich

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Von: Jennifer Köllen

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Ein Mann liegt auf dem Sofa und chillt (Symbolbild)
Endlos chillen? Lieber nicht zu oft. Eine neue Studie zeigt: Zu langes Faulenzen macht unglücklich. (Symbolbild) © Giorgio Fochesato/Imago

Endlos chillen? Lieber nicht. Eine neue Studie zeigt, dass zu langes Faulenzen genauso unzufrieden macht wie Stress. Ein paar Stunden sind aber ok.

Pennsylvania – Dass zu viel Arbeit und zu wenig Freizeit Stress verursachen, ist bekannt. Wissenschaftler haben jetzt überraschend herausgefunden: Das gilt auch für den umgekehrten Fall.

Überraschende Studie zeigt: Zu langes Faulenzen macht unglücklich

Ein Team um die Verhaltensforscherin Marissa Sharif von der University of Pennsylvania hat Angaben aus vorangegangenen Befragungen von über 35.000 US-Amerikanerinnen und US-Amerikanern ausgewertet. Nach der Analyse kamen die Forscher zu dem Schluss, dass zu viel Freizeit die Menschen unzufrieden macht. Und zwar in einem ähnlichen Ausmaß, wie auch zu wenig Freizeit einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen hat.

Um diese These zu untermauern und das Phänomen weiter zu untersuchen, führten die Forscher nochmals Online-Befragungen mit mehr als 6.000 Teilnehmern durch. Die Ergebnisse stimmten mit den vorangegangenen überein: Teilnehmer, die besonders wenig Freizeit hatten, klagten über Stress. Diejenigen, die besonders viel davon hatten, fühlten sich dafür weniger produktiv. Was dazu führte, dass sie auch weniger Wohlbefinden verspürten.
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Überraschende Studie zeigt: Zu viel Zeit zu haben tut den Menschen nicht gut

„Die Leute beschweren sich oft darüber, dass sie zu beschäftigt sind und äußern ihren Wunsch nach mehr Zeit. Aber ist mehr Zeit tatsächlich mit mehr Glück verbunden?“, fragt Marissa Sharif in der Veröffentlichung der Ergebnisse im „Journal of Personality and Social Psychology“. Ihre Ergebnisse würden zeigen: Zu wenig Zeit zu haben sei schlecht – aber mehr Zeit zu haben nicht immer besser.
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Was genau zu viel und was zu wenig sei, wäre dabei individuell. Aber generell ließe sich sagen, dass unser Wohlbefinden abnehme, je mehr Zeit wir für uns hätten, so Sharif. „Unsere Ergebnisse deuten sogar darauf hin, dass die Tatsache, ganze freie Tage zur Verfügung zu haben, die sich nach eigenem Ermessen füllen lassen, eine Person unglücklich machen kann“, sagt die Verhaltensforscherin.

Überraschende Studie zeigt: So lange faulenzen macht zufrieden

Am zufriedensten waren die Teilnehmenden der Studie im Schnitt mit zwei bis fünf Stunden Freizeit pro Tag. Die Studienergebnisse zeigten auch, dass Menschen glücklicher sind, wenn sie in ihrer freien Zeit einer geistig oder körperlich anregenden Tätigkeit nachgehen. Der Grund, so die Wissenschaftler: Dann würden sie sich produktiv fühlen.*

Entscheidend für das Wohlbefinden sei daher, womit die Menschen ihre private Zeit verbrächten. Passive Tätigkeiten wie Fernsehen seien hier kontraproduktiv. Glücklicher seien Menschen, die ihre Freizeit mit Freunden verbringen oder einem Hobby nachgehen würden. *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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