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Tiefkühlpizza von Nestlé verseucht? Zwei Kinder danach gestorben, 75 Kinder erkrankt

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Von: Judith Braun

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Tiefkühlpizza (Symbolbild)
Eine Tiefkühlpizza war wohl mit Darmbakterien verseucht. In Frankreich starben zwei Kinder nach dem Verzehr. (Symbolbild) © Andre Bonn/IMAGO

In Frankreich kam es zu zwei Todesfällen, nachdem Kinder eine Tiefkühlpizza gegessen hatten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Paris – Der Tiefkühlhersteller Buitoni, der zu Nestlé gehört, steht unter Verdacht, in Frankreich mit Escherichia-coli-Bakterien (E.coli) verseuchte Tiefkühlpizzen verkauft zu haben. So berichten es mehrere Medien. Nach dem Verzehr sollen 75 Kinder durch die Lebensmittelvergiftung an einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erkrankt sein, zwei seien sogar gestorben sein.

Tiefkühlpizza von Nestlé verseucht? Zwei Kinder danach gestorben

Eine Infektion mit dem Darmbakterium äußert sich in akutem Nierenversagen und der Zerstörung von Blutgefäßen. HUS zeigt sich nach einer Lebensmittelvergiftung in Symptomen wie Durchfall, Bauchschmerzen oder Erbrechen innerhalb von zehn Tagen nach dem Verzehr. Innerhalb von 15 Tagen kann es zu großer Müdigkeit, blasser Haut und dunklem Urin kommen. Das französische Gesundheitsministerium bestätigte, dass einige Fälle von E.coli-Bakterien mit dem Verzehr der Pizza in Verbindung stehen würden. Laut dem Sender „France Info“ handelte es sich bei 41 der erkrankten Kinder und Jugendlichen um schwere Fälle.

Tiefkühlpizza wohl verseucht: Konzern schließt Produktionsstätten in Frankreich

Der zu Nestlé* gehörende Hersteller Buitoni rief bereits Pizzen zurück, die vor dem 18. März gekauft wurden und forderte Kunden auf, alle „Fraîch‘Up“-Pizzen zu entsorgen. Inzwischen wurden die beiden Produktionsstätten in Caudry im Norden Frankreichs vorübergehend geschlossen, der Verkauf der Produkte wurde gestoppt. Seit 1. April soll die Pariser Staatsanwaltschaft nun ermitteln. Dem Konzern wird Vermarktung eines gesundheitsschädlichen Produkts, Gefährdung anderer, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Tötung vorgeworfen.

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Schimmel, Würmer, Essenreste: Katastrophale Zustände in Produktionsstätten

Sowohl Mitarbeiter als auch ein Whistlblower berichteten von katstrophalen sanitären Bedingungen in den Produktionsstätten. Angeblich habe sich Schimmel an den Wänden der Produktionshallen gebildet. Zudem gab es wohl Würmer auf Abfertigungsbändern, auf denen die Pizzen transportiert wurden, sowie Essensreste, die mehrere Tage oder Wochen lang herumlagen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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