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Mann ist zum zweiten Mal schwanger: Kind kommt per Notkaiserschnitt

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Von: Jasmin Farah

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Freddy McConnell lebt als Transgender-Mann. Dennoch hat er sich seinen größten Wunsch erfüllt: eine eigene Familie. Nun kämpft er um sein Recht als Vater.

Großbritannien – Freddy McConnell ist überglücklich: Der Brite, der seit einem Jahrzehnt als Mann lebt, hat sein zweites Kind geboren. Per Notkaiserschnitt hat er ein Mädchen, dessen Namen er nicht verraten will, in der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt gebracht. Papa und Baby sind wohlauf. Dennoch wollen ihn die Gerichte nicht als Vater seines eigenen Kindes anerkennen. Und das bereits seit vier Jahren. Damals hat McConnell sein erstes Kind zur Welt gebracht.

Mann ist zum zweiten Mal schwanger: Kind kommt per Notkaiserschnitt

Vor zwölf Jahren hat der heute 36-Jährige mit der Geschlechtsangleichung begonnen. Er hat sich das Brustgewebe entfernen lassen und eine Hormontherapie mit Testosteron gestartet. Seine weiblichen Fortpflanzungsorgane hat McConnell allerdings behalten und sich 2017 seinen größten Wunsch erfüllt: ein eigenes Baby. Damals ist er mithilfe eines Samenspenders schwanger geworden und hat 2018 einen Sohn geboren. Der Fall hat weltweit für Furore und Schlagzeilen gesorgt.

Doch obwohl McConnell seit Jahren rechtlich als Mann anerkannt ist, muss er darum kämpfen, auch als Vater und nicht als Mutter der Kinder eingetragen zu werden. Einen ersten Rechtsstreit hat er 2020 verloren. Der Brite ist in Berufung gegangen – ohne Erfolg. Der Oberste Gerichtshof in Großbritannien soll sich sogar geweigert haben, diese überhaupt anzuhören.

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Mann ist schwanger: Auf Instagram schwebt er im Babyglück

Das hält den ehemaligen „The Guardian“-Journalist nicht davon ab, sein neues Babyglück auf Instagram mit der ganzen Welt zu teilen. Stolz präsentiert er seinen über 19.000 Followern intime Bilder aus seinem Familienalltag als alleinerziehender Vater. Dort nennt er den neuesten Zuwachs nur liebevoll „LB“ oder „Little Bird“ (auf Deutsch etwa: „kleines Vögelchen“).

Unter ein Bild erinnert der 36-Jährige mit rührenden Worten an die schwierige Geburt des Neuankömmlings: „Mein Geschlecht und meine Transgender-Identität haben sich nie weniger relevant angefühlt als jetzt. Sie sind deshalb aber nicht weniger real, nur mal so nebenbei.“

Mann ist schwanger: Geburt in Schweden, um Vater sein zu dürfen

Für die Geburt der Kleinen soll McConnell eigens nach Schweden gereist sein. Dort kann sich der Journalist legal als Vater des Babys registrieren lassen. Dort ist es schließlich möglich, ihn nach seinem gesetzlichen Geschlecht, also als Vater und nicht biologisch als Mutter, aufzuführen.

Wer mehr über McConnells Geschichte erfahren will: Kürzlich ist ein bewegender Doku-Film namens „Seahorse – Der schwangere Mann“ von der Filmemacherin Janie Finlay über den Transgender-Papa erschienen. Darin hat sie ihn von der Schwangerschaft bis zur Geburt seines ersten Kindes begleitet. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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