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Trendgemüse Brokkoli: Roh ist er gesund – doch das gilt nicht für jeden

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Von: Jasmin Farah

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Brokkoli ist gesund, nährstoffreich und besonders im Winter im Trend: Dennoch gibt es ein paar Dinge zu beachten. Ansonsten kann er der Gesundheit schaden.

Berlin – Dass Obst und Gemüse gesund sind, weiß jedes Kind. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät zu einer ausgewogenen Mischkost. Dazu gehört auch, dass fünf Portionen Gemüse und Obst täglich auf den Tisch kommen sollen. Besonders Gemüse ist nährstoffreich und dazu auch noch kalorienarm. Deshalb darf das auch ruhig in Hülle und Fülle und in allen Farben des Regenbogens verspeist werden.

Trendgemüse Brokkoli: Roh ist er gesund – doch das gilt nicht für jeden

In der Forschung steht besonders grünes Blattgemüse seit einiger Zeit im Fokus. Demnach hat erst eine kürzliche Untersuchung ergeben, dass regelmäßiger Verzehr von Spinat sogar Darmkrebs vorbeugen soll. Doch seit einiger Zeit steht ein anderes Wintergemüse bei Food-Experten ganz hoch im Kurs: Brokkoli! Für die meisten kommt er allerdings nur gekocht, gedünstet, gedämpft oder sogar angebraten auf den Tisch. Schließlich heißt es doch, dass roher Brokkoli der Gesundheit schaden kann, oder?

Ein Mann starrt in die Kamera, während er einen Brokkoli im Mund stecken hat. (Symbolbild)
Die wenigsten essen Brokkoli roh. Doch das bedeutet nicht, dass er giftig ist. (Symbolbild) © Westend61/Imago

„Dass roher Brokkoli giftig ist, ist ein Ammenmärchen. Im Gegenteil, in dem Gemüse stecken so viele wertvolle Inhaltsstoffe, dass man es ruhig öfter verzehren sollte“, erklärt Marianne Rudischer, Ernährungsmedizinische Beraterin bei der Barmer GEK gegenüber dem unabhängigen Gesundheitsportal „apotheken.de“. Schließlich enthalte das Kohlgemüse große Mengen an folgenden Nährstoffen wie:

Darüber hinaus ist Brokkoli noch kalorienarm und „mit nur 100 Gramm Brokkoli deckt ein Erwachsener fast seinen gesamten Tagesbedarf an Vitamin C“*, weiß Rudischer. Allerdings bekommen manche Menschen, die unter einem empfindlichen Darm leiden, Probleme, wenn sie das Gemüse roh verzehren.

Trendgemüse Brokkoli: Darum sollten Sie ihn besser nicht roh verzehren

Schließlich kann roher Brokkoli für Blähungen sorgen. Daher ist es ratsam, nur kleine Mengen auf einmal zu sich zu nehmen und dann auch nur die Röschen und nicht den Strunk mitzuessen. Erstere sind meist wesentlich bekömmlicher. Aber was spricht dann eigentlich für den rohen Verzehr?

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Wie so oft gehen durch das Kochen von Gemüse wertvolle Vitamine und Nährstoffe verloren. „Die Kochverluste von Vitamin C können 20 bis 80 Prozent betragen“, warnt Expertin Rudischer. Um diese also zu erhalten, hat die Expertin auch einen Tipp parat: „Roh geraspelt oder in Röschen als Salat oder auch in leckeren Kräuterdips lässt sich Brokkoli ganz neu entdecken.“ Wer allerdings Rohkost nicht so gut verträgt, für den ist es besser, zumindest die Röschen mit ein wenig Flüssigkeit zu dämpfen oder zu dünsten, anstatt sie zu kochen.

Übrigens: Auch bei der Lagerung von Brokkoli gibt es einiges zu beachten. Damit schließlich die Nährstoffe im Gemüse nicht verloren gehen, empfiehlt die Expertin, Brokkoli in Frischhaltefolie einzuwickeln und ins Gemüsefach im Kühlschrank zu legen. Aber nicht vergessen: „Vor dem Verzehr von rohem Brokkoli gilt das gleiche wie bei anderen Gemüsesorten oder auch Obst, nämlich gründlich waschen und putzen“, schließt Rudischer. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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