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Vegan oder Fleisch besser? Fitness-Zwillinge machen Ernährungstest

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Von: Jasmin Farah

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Die Turner-Zwillinge oberkörperfrei im Close-up.
Die Turner-Zwillinge Ross (l.) und Hugo (r.) haben sich zwölf Wochen unterschiedlich ernährt. Mit Folgen. © theturnertwiins/Imago

Ross und Hugo Turner sind eineiige Zwillinge und haben es gewagt: Einer hat sich wochenlang pflanzlich ernährt, der andere nicht. Das Ergebnis verblüfft.

London – Ross und Hugo Turner sind Briten, Abenteurer und eineiige Zwillinge. Sie sind dafür bekannt, sich Extrem-Herausforderungen zu stellen und gelten als sehr experimentierfreudig. Dass sie genetisch identisch sind, macht sie zu perfekten Versuchsobjekten für den ultimativen Ernährungstest. Die Brüder wollten wissen, was gesünder ist: sich pflanzlich oder auf Basis von Fleisch und Fisch zu ernähren?

Vegan oder Fleisch besser? Fitness-Zwillinge machen ultimativen Ernährungstest

Drei Monate lang nahm infolgedessen Hugo Turner keine Tierprodukte zu sich, sein Zwillingsbruder Ross hingegen aß weiterhin Fleisch und Fisch. Zudem haben die beiden zu ihrem jeweiligen Ernährungsstil ein zwölfwöchiges Fitnesstraining absolviert. Dazu gingen sie fünf- bis sechsmal die Woche ins Fitnessstudio. Mit verblüffendem Ergebnis.

Obwohl die beiden Männer die gleiche Anzahl an Kalorien zu sich nahmen, stellten sie nach Ende des Experiments drastische Veränderungen an ihrem Körper und ihrer Gesundheit fest. Zudem wurden sie während des Versuches von Forschern des King’s College in London begleitet. Diese hielten Faktoren wie Gewicht, Cholesterinwerte und Veränderungen der Muskelmasse fest.

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Vegan oder Fleisch besser? Pflanzenbasierte Ernährung hat Vor- und Nachteile

Das erstaunliche Resultat nach zwölf Wochen Test: Hugo, der sich vegan ernährte, verlor nicht nur zwei Kilo, sondern es verbesserten sich auch seine Blutwerte massiv. Der Körperfettanteil des Sportlers soll um einen ganzen Prozentpunkt auf zwölf Prozent gefallen sein. Zudem habe er sich in der Testzeit viel fitter und konzentrierter gefühlt. Außerdem habe er mehr Energie gehabt und Fitnessübungen besser ausführen können.

„Während der veganen Diät war meine geistige Konzentration viel besser, ich hatte keine Energietiefs am Nachmittag und habe mich etwas aufgeweckter gefühlt“, sagt er gegenüber dem „Business Insider“. Er glaube, dass das damit zusammenhängen könnte, weil er statt Kekse und Chips viel mehr Obst und Nüsse zwischendurch genascht habe.

Allerdings habe Hugo Turner auch eine negative und zugleich drastische Veränderung erlebt: Er habe einfach keine Lust mehr auf Geschlechtsverkehr gehabt. „Ich habe sie einfach verloren — ich weiß wirklich nicht, was passiert ist“, meint er. Allerdings merkt er an, dass das nicht unbedingt mit der veganen Ernährung im Zusammenhang stehen muss. Sein Zwillingsbruder Ross, der weiterhin Fleisch und Fisch aß, verspürte hingegen keine großen Unterschiede zu vorher.

Vegan oder Fleisch besser? Fitness-Zwillinge wollen noch einen Versuch starten

Doch Hugo habe zudem die Schwierigkeit gehabt, Fleisch mit Produkten wie Tofu oder Tempeh zu ersetzen, um weiterhin genügend Protein zu sich nehmen. Die Mühe habe sich allerdings am Ende positiv auf seine Darmflora ausgewirkt, verrät er weiter. Demnach hätten sich mehr „gute“ Bakterien angesiedelt, was zur Folge hatte, dass auch sein Risiko, an Übergewicht und Diabetes Typ 2 zu erkranken, gesunken sei. Also gute Nachrichten für alle Veganer?

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Die Zwillinge sind zumindest erfreut über die Ergebnisse und haben sich fest vorgenommen, in Zukunft zumindest öfters vegan zu kochen. Um allerdings wirklich beweisen zu können, dass die pflanzenbasierte Ernährung besser ist als eine mit Fleisch und Fisch, wollen die Turner-Zwillinge den Versuch künftig wiederholen. Dann soll der Versuchszeitraum aber viel länger sein. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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