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Umfrage zu Lockdown-Folgen: Macht uns das Corona-Virus dicker?

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Von: Kristina Wagenlehner

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Macht uns das Corona-Virus dicker? Eine Umfrage von Forsa und der TU-München befragte Teilnehmer zu den Folgen des Lockdowns. Vor allem das Gewicht spielt eine Rolle.

Berlin/München – Die Hanteln schlafen, dazu Homeoffice und die schnelle Pizza für zwischendurch: „Unter Corona haben sich Lebensstil und Lebensqualität vieler Menschen verschlechtert“, sagt der Leiter des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ), Professor Hans Hauner. Betroffen seien vor allem Männer, junge Menschen und Personen, die schon vor der Pandemie Gewichtsprobleme hatten.

Umfrage zu den Lockdownfolgen: Machte uns der Lockdown dick?

Für eine Erhebung befragte das Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ) zusammen mit Forsa rund 1.000 Erwachsene zu ihrem Essverhalten und Körpergewicht in den letzten Monaten. Das Ergebnis: Rund 40 Prozent der Teilnehmer haben seit Pandemie-Beginn an Gewicht zugelegt. Im Durchschnitt 5,6 Kilogramm. Dazu kommt: Jeder Zweite bewegt sich weniger als zuvor. Vor allem die 18- bis 44-Jährigen sind davon betroffen.

Mögliche Gründe:

„Corona befeuert damit die Adipositas-Pandemie“, sagt Hauner. Während sich 60 Prozent der Menschen mit einem BMI über 30 in der Pandemie weniger bewegten als zuvor, seien es bei Personen mit einem BMI unter 20 nur 40 Prozent. Denn gerade Personen mit einem ohnehin erhöhten Body-Mass-Index (BMI) hätten in der Pandemie zugenommen.

Umfrage zu den Lockdownfolgen: Covid-19 und Übergewicht

Ein gefährliches Zusammenspiel, denn Adipositas gilt als Treiber der Covid-19-Pandemie und mit zunehmendem BMI steigt auch das Risiko, schwer an Corona zu erkranken. Vor allem Übergewichtige haben oft die härtesten Krankheitsverläufe, sagt Sportmediziner Klaus-Michael Braumann von der Universität Hamburg. Denn ihr Immunsystem sei oft geschwächt. Er wirbt deshalb für Bewegung und körperliche Aktivität. „So bilden sich im Körper Botenstoffe, die das Immunsystem positiv stabilisieren und so vor schweren Verläufen schützen können.“ Auch für die motorische Entwicklung sei Bewegung zwingend notwendig. Und auch Kinder leiden unter Bewegungsmangel.*

Umfrage zu den Lockdownfolgen: Ernährung wenig verändert

Weniger verändert hat sich das Essverhalten der Deutschen. Etwa zwei Drittel ernähren sich so, wie sie es vor der Corona-Krise getan haben. Gut jeder Vierte gab in der Umfrage an, aus Langeweile mehr zu essen oder sich mehr Zwischenmahlzeiten zu gönnen. „Und: Die Menschen, die mehr essen, bevorzugen ungesunde Produkte wie Fastfood, Süßigkeiten oder zuckerhaltige Getränke“, sagte Hauner. (Mit Material der dpa)

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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