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Verbraucherzentrale fordert endlich Höchstgrenzen bei Lebensmitteln für Kinder: „Nicht akzeptabel“

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Von: Kristina Wagenlehner

Zwei Jungs stehen vor Regalen voller Süßgetränke (Symboldbild)

Kinder sind eine beliebte Zielgruppe der Werbung. (Symboldbild) © Li Hao/Imago

Spiderman und Elsa auf dem Joghurtbecher. Lebensmittel mit Kinderoptik sind in jedem Supermarkt zu finden. Die Verbraucherzentrale fordert nun Höchstgrenzen für Zucker, Fett und Salz.

Berlin – Bunt, laut und schrill steht der Joghurt mit der Biene im Kühlregal. Die Zielgruppe ist klar erkennbar Kinder. Wer hätte gedacht, dass in Lebensmitteln, die speziell für Kinder sind, teilweise sogar mehr Zucker und Fett enthalten ist, als in herkömmlichen Lebensmitteln? Die Verbraucherzentrale des Bundesverbands fordert daher Höchstgrenzen für Fett, Zucker und Salz und befragte Verbraucher zu dem Thema.

Höchstgrenzen für Lebensmittel für Kinder: Manipulativ und gesundheitlich problematisch

In zwei Umfragen befragte die Verbraucherzentrale des Bundesverbands Eltern und Großeltern zu Lebensmitteln mit Kinderoptik. Das Ergebnis: Sie empfanden solche Lebensmittel als manipulativ und gesundheitlich problematisch. Außerdem wünschen sie sich strengere Regeln wie Höchstgrenzen für Zucker, Fett oder Salz. Speziell Kinderdesserts hat Stiftung Warentest bereits unter die Lupe genommen. Was Eltern darüber wissen sollten.*

„Wenn die Bundesregierung Kinder schützen und Familien dabei unterstützen will, dass sich Kinder gesund ernähren, muss sie endlich für ein besseres Angebot im Markt und weniger Werbung für Zucker- und Fettbomben sorgen. Das geht nur mit strengeren gesetzlichen Regeln. Es ist nicht akzeptabel, dass die Industrie fortwährend freiwillige Selbstverpflichtungen als das Mittel der Wahl bewirbt und die Bundesregierung sie gewähren lässt“, sagt Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Höchstgrenzen für Lebensmittel für Kinder: Das sagen Verbraucher

Fast alle – neun von zehn der befragten Eltern und Großeltern – denken, dass die Werbung ihre Kinder sehr stark oder stark beeinflusst. Dementsprechend wollen 93 Prozent der Befragten, dass es Höchstmengen für Salz, Zucker und Fett für Lebensmittel, die sich an Kinder richten, geben soll. Zwar gibt es Selbstverpflichtungen der Unternehmen diese klammern aber, laut vzbv, wichtige Marketingformen wie beispielsweise Produkt- und Verpackungsgestaltungen aus. Außerdem gäbe es zahlreiche Schlupflöcher.

So lauten die Ergebnisse der Umfrage im Detail:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren nicht beantwortet werden.

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