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Corona-Virus: Vierte Welle „mit voller Wucht“ da – RKI-Chef spricht von „erschreckenden Zahlen“

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Von: Jennifer Köllen

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RKI-Chef Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben eindringlich vor dem Winter gewarnt. Viele Menschen könnten sterben. Nur die Impfung helfe.

Berlin – Derzeit sind die Corona-Zahlen sogar noch höher als vor einem Jahr. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland bei über 150. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2020 lag der Wert nur bei etwas mehr als 120. Aus diesem Grund haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, noch einmal einen eindringlichen Appell an alle Menschen ausgesprochen, die noch nicht gegen Corona geimpft sind.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz sprach Wieler am 3.11.2021 von „erschreckenden Zahlen“. Spahn räumte Fehler ein, da er kürzlich das Ende der epidemischen Notlage beschlossen hatte. Das nehme er „selbstkritisch“ auch auf seine Kappe. Doch dass die Pandemie damit vorbei wäre, sei ein Missverständnis.* „Wenn Äußerungen von mir so hätten verstanden werden können, dass damit die Pandemie beendet ist, dann war ich nicht klar genug“, sagte Spahn.

Corona-Virus: Vierte Welle „mit voller Wucht“ da – RKI-Chef spricht von „erschreckenden Zahlen“

Wieler pflichtete ihm bei und warnte eindringlich. Das Risiko sei hoch, dass sich Nicht-Geimpfte in den kommenden Monaten ansteckten und schwer erkrankten. Es könnten „viele Menschen sterben“, wenn die Maßnahmen nicht umgesetzt würden. So zitiert ihn das Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Ziel der Impfmaßnahmen sei es, schwere Verläufe und Todesfälle zu verhindern. Die Impfung biete da einen guten Schutz.

Neben zu wenigen Geimpften sei es auch ein Problem, dass Maßnahmen wie die AHA-Regeln und 3G nicht konsequent umgesetzt würden, so Wieler. (Warum es trotz strenger 2G-Regeln zu Corona-Infektionen kommt, lesen Sie hier.)

Corona-Virus: Vierte Welle „mit voller Wucht“ da – so will Spahn die Lage in den Griff kriegen

Doch viele Menschen, die bis jetzt nicht geimpft sind, wollen das auch weiterhin nicht machen, zeigt eine Forsa-Umfrage. Was also tun? Spahn hat einen 3-Punkte-Plan ausgearbeitet:

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(Warum sich immer mehr Geimpfte mit Corona infizieren, lesen Sie hier.)

Spahn bemängelte, dass es erst zwei Millionen Auffrischungsimpfungen gegeben habe. „Zu viele Impfwillige finden derzeit keinen Arzt, der sie impft“, sagte Spahn. Die Länder sollten sich jetzt darum kümmern, die Betroffenen zu informieren. Er werde auch mit Arztvertretern reden. Derzeit können folgende Menschen eine Auffrischungsimpfung bei ihrem Arzt erhalten: Alle Menschen über 70, Menschen mit Vorerkrankungen und Pflegepersonal für Altenheime und Krankenhäuser. *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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