1. 24vita
  2. Verbraucher

Viele haben einen Vitamin-D-Mangel im Winter: So füllen Sie Ihre Speicher wieder auf

Erstellt:

Von: Jasmin Pospiech

Kommentare

Packungen mit handelsüblichen Vitamin-D-Tabletten. (Symbolbild)
Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sollten nur in Absprache mit einem Arzt genommen werden. (Symbolbild) © Jochen Tack/Imago

Im Winter werden die Tage wieder kürzer und es wird schneller dunkel. Das schlägt auf die Stimmung. Doch auch unserem Körper fehlt die Sonne. Das ist jetzt zu tun.

München – Das Wetter ist nasskalt und trüb. Die Sonne lässt sich im Winter selten blicken. Zwischen Oktober und März sieht es daher mit der Vitamin-D-Versorgung hierzulande eher mau aus. Das kann bei manchen sogar in einen echten Mangel ausarten. Dieser kann schließlich für einige Beschwerden sorgen, die nicht immer sofort in Zusammenhang mit einem Vitamin-D-Mangel erkannt werden. Demnach sollen laut dem Robert Koch-Institut ein Drittel der Erwachsenen mangelhaft mit Vitamin D versorgt sein. Besonders häufig sind ältere Personen und Frauen betroffen. Doch was ist Vitamin D überhaupt und wofür brauchen wir es?

Vitamin-D-Mangel im Winter: So füllen Sie Ihre Speicher wieder auf

Vitamin D ist eigentlich kein Vitamin per se, sondern ein Hormon, das unter dem Einfluss von Sonnenlicht auf die Haut in unserem Körper gebildet wird. Hat man genug des „Sonnenvitamins“, fördert es die Aufnahme von Kalzium im Darm. Das wiederum führt zu gesunden Knochen und Zähnen sowie zu einer gesunden Muskelfunktion. Außerdem hat es eine positive Wirkung auf unser Immunsystem.

Und hier ist die Krux: Denn besonders im Winter, wenn wenig Sonne scheint, lauern viele Krankheitserreger und Viren. Diese haben bei einem bereits geschwächten Immunsystem leichtes Spiel. Experten zufolge kann ein niedriger Vitamin-D-Spiegel daher das Risiko für akute Atemwegsinfekte erhöhen, berichtet die „Apotheken Umschau“.

Vitamin-D-Mangel im Winter: Die Symptome

Ein echter Vitamin-D-Mangel kann zudem das Risiko erhöhen, Osteoporose oder Rachitis zu entwickeln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einen Blutwert von mindestens 20 Nanogramm/Milliliter, Werte unter 12,5 ng/ml zeigen hingegen schon einen Mangel an. Typische Symptome sind dann:

Besonders gefährdet sind chronisch Kranke, Menschen über 65 Jahre, Menschen mit dunkler Hautfarbe, Menschen, die aus religiösen Gründen Vollverschleierung tragen, aber auch Babys.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Um einen Vitamin-D-Mangel auszuschließen, empfiehlt es sich, den eigenen Vitamin-D-Spiegel im Blut von einem Arzt untersuchen zu lassen. Der Test kostet circa 20 bis 30 Euro und wird nicht von den Kassen übernommen. Stellt der Arzt einen Mangel fest, gibt es mehrere Möglichkeiten, den Vitamin-D-Spiegel wieder anzuheben.

Vitamin-D-Mangel im Winter: 25 Minuten Sonnenschein

Grundsätzlich empfehlen Experten, jeden Tag zwischen fünf und 25 Minuten an der Sonne zu verbringen. Wie viel Sonne man allerdings abbekommt, kann – je nach Hauttyp, Breitengrad, Alter, Witterung, Kleidung, aber auch nach Verwendung von Sonnenschutz – stark variieren. Dennoch ist es grundsätzlich einfacher, genug Vitamin D in den Sommermonaten zu tanken. Schließlich ist unser Körper in der Lage, Vitamin D zu speichern und sich damit während der Wintermonate zu versorgen.

Nur bei einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel kann es hilfreich sein, Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich zu nehmen. Diese sind im Handel oder in der Apotheke als Tropfen, Tabletten oder Pillen erhältlich. Zwar enthalten manche Lebensmittel wie fetter Seefisch, Avocado oder Eigelb geringe Mengen an Vitamin D, allerdings decken sie nicht ansatzweise den täglichen Bedarf eines Erwachsenen.

Wer denkt, der Wintersonne ein Schnippchen zu schlagen und es sich auf der Sonnenbank gemütlich zu machen, der sei gewarnt. Denn Solarien enthalten viel mehr UVA- als UVB-Strahlung. Doch letztere ist vor allem verantwortlich dafür, dass unser Körper Vitamin D bildet. UVA hingegen steht in Verdacht, Hautkrebs zu fördern. Für Kinder und Jugendliche sind Sonnenbänke deshalb sogar verboten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare